DSDS Gescheiterter Superstar motzt über Bohlen

Der Weg zum Superstar ist vor allem eins: demütigend. Denn die Kandidaten der RTL-Show müssen nicht nur jeden Samstag um ihre Teilnahme zittern, sondern auch den beißenden Spott von Juror Dieter Bohlen schlucken. Der gestern ausgeschiedene Daniel Muñoz fordert jetzt mehr Würde in der Show.


Köln - Die Kritik war wieder einmal ganz nach Bohl'scher Art: "Wenn meine Mutter zu Hause beim Staubwischen das singt, macht sie das besser", kommentierte er gestern den Auftritt von Daniel Muñoz bei "Deutschland sucht den Superstar". Der 22-jährige Spanier hatte sich anlässlich des Mottos "Big Band" an dem Song "Quando, Quando, Quando" versucht - sein letzter Auftritt auf der DSDS-Bühne. Nicht nur Bohlen fand Muñoz schlecht, auch die Zuschauer wählten ihn raus.

Äußerlich reagierte Muñoz gefasst auf sein anschließendes Ausscheiden. Doch über Bohlens Kritik ärgerte sich der gescheiterte Nachwuchsstar gewaltig. "Ich fand die Bemerkung unpassend", erklärte Muñoz nach der Show. "Bohlen hätte sagen sollen, dass mein Gesang gemessen am Orignal schlecht war, aber nicht so etwas."

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Deutschland sucht den Superstar: Die Kandidaten

Überrascht war Muñoz nach zahlreichen eigenen Auftritten und bereits zwei vollendeten Superstar-Staffeln allerdings sicherlich nicht von den Bemerkungen des einstigen Modern-Talking-Guitarristen. Schließlich knallt der den Kandidaten gerne mal saftige Kommentare hin, die manchmal so fies und treffend sind, als hätte sie Bohlen extra von langer Hand vorbereitet. "Du guckst wie ich beim kacken", beschied Bohlen einst einem Kandidaten, und: "Wenn mein Gärtner sich einen Blumenkübel auf den Fuß fallen lässt, kommen solche Töne dabei heraus."

Dass seine Zeit bei der Casting-Sendung bald zu Ende gehen würde, ahnte Muñoz außerdem sicherlich. Schon lange stand der "Guitarrero", der die Jury bei der Vorauswahl mit seinem südländischen Feuer noch schwer begeisterte, auf der Abschussliste und musste bei den allsamstäglichen Shows teils herbe Urteile der drei Juroren hinnehmen. Deshalb hat er für seine berufliche Zukunft auch schon Pläne gemacht - und die haben nichts mit Musik zu tun. Er wolle vermutlich eine Laufbahn im Hotelfach starten, erklärte Muñoz gestern.

Nun sind noch sechs Kandidaten bei dem Sänger-Wettbewerb im Rennen, die die Nachfolge der beiden bisherigen Superstars Alexander Klaws und Elli Erl antreten sollen. In der nächsten Show müssen sie romantische Lieder zum Besten geben. Das Finale der dritten Staffel ist für den 18. März geplant.



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