Namenskürzel DSK Strauss-Kahn will gegen belgisches Bordell vorgehen

Ein findiger Bordellbetreiber gibt seinem neuen Etablissement in Belgien den Namen "DSK". Das steht für "Dodo Sex Klub", behauptet der Chef. Doch unter diesem Kürzel ist Dominique Strauss-Kahn international bekannt. Und der reagiert wie gewünscht.

Bordellbetreiber Alderweireld in Blaton: Streit mit Strauss-Kahn
AFP

Bordellbetreiber Alderweireld in Blaton: Streit mit Strauss-Kahn


Paris - Der über eine Sex-Affäre gestürzte Dominique Strauss-Kahn will nicht hinnehmen, dass ein belgisches Bordell mit dem Kürzel "DSK" wirbt - denn unter dieser Abkürzung ist der frühere Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) selbst international bekannt. Seine Anwälte kündigten an, mit "allen juristischen Mitteln" vorzugehen.

Der betroffene Bordellbetreiber Dominique Alderweireld, Spitzname "Dodo", hat natürlich seine eigene Version parat. "DSK" stehe für "Dodo Sex Klub". Angesichts des drohenden juristischen Ärgers gab er sich gelassen: "Umso besser. Das bedeutet Werbung", sagte er. Ihn amüsiere das. "Mal sehen, ob sie in Belgien gewinnen."

Alderweireld hatte zuvor eingeräumt, dass er bei der Namensfindung durchaus an Strauss-Kahn gedacht habe. "DSK" sei "als Augenzwinkern zu verstehen und eine gute Werbung", hatte er vergangene Woche gesagt. "Aus kommerzieller Sicht ist das exzellent, es ist fantastisch, weil alle von 'DSK' sprechen."

Eine besondere Pointe der Geschichte: Die Herren Alderweireld und Strauss-Kahn kennen sich aus einer anderen juristischen Angelegenheit. Beide müssen sich im Zuge eines Skandals um Sex-Partys mit Callgirls im nordfranzösischen Lille wegen bandenmäßiger Zuhälterei verantworten.

Strauss-Kahn bestreitet nicht, an Sex-Partys teilgenommen zu haben. Er will aber nicht gewusst haben, dass es sich bei den Frauen um Prostituierte handelte.

Im Mai 2011 war Strauss-Kahn nach dem Vergewaltigungsvorwurf eines New Yorker Zimmermädchens als IWF-Chef zurückgetreten. Er selbst hatte von einvernehmlichem Sex gesprochen. Der Strafprozess wurde wegen Zweifeln an der Glaubwürdigkeit der Frau eingestellt, in einem Zivilverfahren kam es zu einer außergerichtlichen Einigung.

hut/dpa/AFP



insgesamt 11 Beiträge
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mcvitus 30.04.2014
1. Passt doch!
Strauss Kahn ist keine Marke sondern ein gescheiterter Politiker, wie will er denn da vorgehen? Aber es gibt ja Gerichte die jeden Blödsinn zulassen.
cmprima 30.04.2014
2.
Ich denke bei DSK erstmal an die Deutsche Steinkohle.
k70-ingo 30.04.2014
3.
DSK soll sich nicht so anstellen. Wenn der Ruf ist eh völlig ruiniert ist und man ins öffentliche Vergessen driftet, würde ich mich über ein wenig Publicity freuen. Besser wird es ohne auch nicht.
prüderiegegner 30.04.2014
4. Herr Kahn, wie wär's mit einem autobiografischen...
...Roman? Titel z. B. "Ich, DSK", und dann mal so richtig aus dem Nähkästchen plaudern. Würde sich bestimmt excellent verkaufen! Der Name des Sexclubs ist dabei kostenlose Propaganda für Ihr Buch, das Ganze sowas wie ein kostenloses "Joint Venture". :D
südtirol11 30.04.2014
5. Wie naiv von DSK!
und gleichzeitig schön für den Bordellbetreiber! Im unwahrscheinlichen Fall, dass dieser Name verboten wird, kann ich dem Puffvater den Namen Bunga-Bunga empfehlen! Eine neue Werbekampagne aus Italien ist ziemlich sicher!
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