Wahl in Dubai Südkoreaner Kim Jong Yang ist der neue Interpol-Chef

Nach einem erbitterten Streit ist der Südkoreaner Kim Jong Yang zum neuen Chef von Interpol gewählt worden.
Kim Jong Yang, der neue Chef von Interpol

Kim Jong Yang, der neue Chef von Interpol

Foto: Kang Kyung-kook/ AP

In Dubai ist der Südkoreaner Kim Jong Yang zum neuen Leiter der internationalen Polizeiorganisation gewählt worden. Dies teilte Interpol via Twitter mit. Der Südkoreaner sei für zwei Jahre gewählt worden. Kim Jong Yan hatte seit dem Rücktritt des bisherigen Chefs bereits übergangsweise an der Spitze von Interpol gestanden.

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US-Außenminister Mike Pompeo hatte offensiv für den Kandidaten aus Südkorea geworben. Interpol sei eine wichtige Organisation. "Wir ermuntern alle Länder und Organisationen, die Interpol angehören und für Rechtsstaatlichkeit stehen, einen Leiter mit Glaubwürdigkeit und Integrität zu wählen", mahnte er. "Wir glauben, dass Herr Kim genau das sein wird."

Die Ukraine und Litauen hatten vor der Wahl des russischen Bewerbers Alexander Prokoptschuk gewarnt, der seit 2016 Vizepräsident der Polizeiorganisation ist. Entsprechend enthusiastisch feierte der ukrainische Innenminister Arsen Awakow die Ernennung des Südkoreaners auf Twitter: "Russlands Kandidatur wurde abgelehnt. Diese Schlacht ist gewonnen. Danke euch allen! Ruhm der Ukraine!"

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Auch US-Senatoren hatten in einem Brief an Präsident Donald Trump und die Interpol-Mitglieder betont, der 57 Jahre alte russische Polizeigeneral werde die Organisation zugunsten des Kreml missbrauchen. Kremlsprecher Dmitri Peskow erwiderte, die USA versuchten, "sich in einen Wahlprozess einzumischen".

Interpol koordiniert die internationale Zusammenarbeit der Polizei und dient dem Austausch von Informationen, zum Beispiel über Haftbefehle. Der bisherige Präsident, der Chinese Meng Hongwei, war im September in seiner Heimat festgenommen worden. Gegen ihn wird wegen des Verdachts ermittelt, Bestechungsgelder angenommen zu haben und in illegale Aktivitäten verwickelt gewesen zu sein.

An der 87. Generalversammlung Interpols nehmen der Organisation zufolge knapp 1000 Delegierte aus 173 Ländern teil.

ala/dpa/AFP
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