Duell am Nordpol Atom-U-Boote liefern sich Fußball-Match

Zu einem Fußball-Turnier haben sich die Mannschaften eines amerikanischen und eines britischen Untersee-Bootes an einem ungewöhnlichen Ort getroffen - auf einer Eisscholle nahe des Nordpols. Die beiden nuklear betriebenen Schiffe waren unterwegs auf einem Unterwasser-Manöver, als die Kapitäne die Spiellust packte.


London - Die amerikanische "USS Hampton" und die britische "HMS Tireless" sind auf gemeinsamer Übungsfahrt im Polarmeer unterwegs. An Bord befinden sich auch Wissenschaftler, die die Erderwärmung untersuchen.

Nach Angaben eines Sprechers der Royal Navy nutzten die beiden Boote zwei natürliche Lücken im Eis und stiegen rund achthundert Meter voneinander entfernt an die Oberfläche.

Dann zogen sich die Matrosen warm an, öffneten die Luken und kletterten aufs Eis. Auf dem verschneiten Spielfeld unweit des Nordpols trafen die Mannschaften zusammen.

Bei dem Auswärtsspiel der beiden Atommächte scheinen die britischen Seeleute einen leichten Vorteil auf ihrer Seite gehabt zu haben: Gespielt wurde europäischer Fußball und kein American Football. "Ich bezweifle, dass unsere Leute viel über American Football wissen", sagte Commander John Parris von der Royal Navy.

Außerdem habe es vermutlich "die Mutter aller Schneeball-Schlachten" gegeben, kommentierte der Offizier trocken den Spieltrieb der Seeleute.

Wer die Polar-Schlacht für sich entscheiden konnte, ist bislang nicht bekannt.



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