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16. August 2012, 11:19 Uhr

Extreme Dürre in USA

Tausende Feuerwehrleute kämpfen gegen Waldbrände

Im Westen der USA lodern mehr als 70 große Waldbrände, Hunderte Häuser mussten evakuiert werden. Das Land ist so ausgetrocknet, dass sich die Flammen rasant vorwärtsfressen, heiße Winde entfachen sie immer wieder. In Kalifornien erlitten drei Menschen schwere Verbrennungen.

Hamburg - Tausende Feuerwehrleute kämpfen im Westen der USA gegen Dutzende Wald- und Buschbrände, die sich immer stärker ausbreiten. In 14 Bundesstaaten westlich des Mississippi brannten laut CNN am Mittwoch insgesamt 70 große Feuer.

Nach Angaben der US-Forstbehörde sind die Küstenstaaten Washington, Oregon und Kalifornien sowie Nevada, Utah und Idaho am stärksten von den Bränden betroffen. Mehrere Gemeinden seien bedroht.

Temperaturen von bis zu 40 Grad und in manchen Regionen sogar noch höher bescheren den Feuerwehrleuten in ihrem Kampf gegen die Flammen immer wieder Rückschläge. Die Flammen werden bei heißen Winden immer wieder neu entfacht und fressen sich angesichts extremer Dürre rasch vorwärts. Mehr als zwei Drittel der USA leiden seit Wochen unter massiver Trockenheit.

Meteorologen sagen voraus, dass das heiße Wetter die Woche über anhalten wird. "Wenn uns Mutter Natur nicht aushilft, dann werden wir noch eine Weile kämpfen müssen", zitierte CNN den Vertreter einer Feuerwehrabteilung in Washington.

Kalifornien: Zwei Zivilisten und ein Feuerwehrmann verletzt

Allein in Kalifornien waren am Mittwoch 8000 Feuerwehrleute im Einsatz. Sie hatten es mit einem Dutzend Brände zu tun, darunter einer in Lake County nördlich von San Francisco. Dort waren den Angaben zufolge 480 Häuser bedroht.

Auch nördlich von San Diego wütete ein schwerer Brand. Dieser war am Dienstag in Sage, rund hundert Kilometer nördlich von San Diego, ausgebrochen. Er zerstörte vier Gebäude, darunter ein Wohnhaus. 1200 Hektar Buschland fielen den Flammen zum Opfer, 50 Häuser wurden evakuiert. Drei Menschen erlitten schwere Verbrennungen.

Ganz im Süden Kaliforniens zerstörten die Waldbrände eine Fläche von Tausenden Hektar Land und trieben Hunderte Menschen in die Flucht. Rund 400 Menschen aus Ranchita, 81 Kilometer südlich von San Diego, mussten ihre Häuser verlassen. 3700 Hektar Wald wurden zerstört, 400 Häuser waren von den Flammen bedroht.

In der Gegend waren am Sonntag fünf Brände durch Blitzeinschlag entfacht worden. Bis Mittwoch waren laut Feuerwehr drei der Brände eingedämmt, doch die für den Großteil der Zerstörungen verantwortlichen Feuer waren weiter außer Kontrolle. Die Löschtrupps machten zwar Fortschritte, es gebe aber noch eine große offene Feuerfront, sagte ein Sprecher. Da die Brände in einem unwegsamen Gelände und fernab von Straßen wüteten, gestalteten sich die Löscharbeiten schwierig.

Auch in Europa wüten schwere Brände, besonders betroffen sind die Kanaren. Auf der Ferieninsel Teneriffa brach am Mittwoch erneut ein Feuer aus. Wie die Inselbehörden mitteilten, werden im Kampf gegen die Flammen auch drei Löschflugzeuge eingesetzt, die zuvor auf der Nachbarinsel La Gomera unterwegs waren. Dort hat sich die Lage entspannt. Dennoch haben die großen deutschen Veranstalter ihre Reisen auf die Insel vorläufig storniert.

siu/dapd

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