Feuer auf Tankschiff
Mehrere Tote bei Explosion im Duisburger Hafen
Im Duisburger Hafen hat es bei Arbeiten in einer Werft offenbar einen tödlichen Unfall gegeben. Mindestens zwei Arbeiter kamen ums Leben, auf einem Tankschiff brach Feuer aus.
Bei einer Detonation im Hafen von Duisburg sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein dritter Arbeiter galt trotz intensiver Suche auch am Donnerstagnachmittag noch als vermisst. Während Arbeiten auf einem Tankmotorschiff in einer Werft war es zu einer Explosion und einem Brand gekommen, wie die Polizei mitteilte.
Die beiden getöteten Männer sowie Teile des Schiffs seien durch die Wucht der Explosion Hunderte Meter weit geschleudert worden, sagte ein Polizeisprecher. Wieviele Menschen sich insgesamt an Bord des Schiffs aufgehalten haben, ist unklar. Die Polizei geht von einer Gasexplosion aus, der Treibstoff des Tankers soll nicht in die Luft geflogen sein.
Einsatz mit Tauchern, Hubschraubern, Löschbooten
Gegen 8.40 Uhr war es nach Angaben der Polizei bei Arbeiten auf dem Schiff zu der Explosion gekommen, die einen der Tankräume aufriss und das Vorderdeck komplett zerstörte. Aus dem Laderaum drang dichter Rauch. Das Binnentankschiff "Julius Rütgers" eines Duisburger Reeders lag innerhalb der Werft für eine Generalinspektion in einem Hafenbecken neben einem weiteren Schiff.
Feuerwehr und Polizei rückten zu einem Großeinsatz aus, auch ein Löschboot war im Einsatz. Die Suche nach möglichen weiteren Opfern dauerte am Donnerstag an, die Polizei forderte dafür auch Taucher an. Auch ein Polizeihubschrauber kam zum Einsatz. Die Feuerwehr löschte den Brand demnach am Vormittag, über dem Duisburger Binnenhafen war eine hohe Rauchsäule zu sehen.
Tankschiffe dürfen eine Werft nur ohne Ladung anlaufen. Das Schiff befördert nach Angaben des Reeders unter anderem heißen Bitumen und Schweröle. Zuletzt kam es nach Informationen des Portals "Marine Traffic" aus den Niederlanden nach Duisburg. Die Staatsanwaltschaft schaltete einen Brandsachverständigen ein, das Landesumweltamt in Nordrhein-Westfalen ordnete Wasserproben an.