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Ecuador Proteste gegen Miss-Universe-Wahl

Wenige Stunden vor der Wahl der Miss Universe regt sich der Unmut im südamerikanischen Quito: Demonstranten werfen der Regierung vor, für den Schönheitswettbewerb Steuergelder zu verschwenden. Das können die Frauen, die sich um den überirdischen Titel bewerben, aber nicht verstehen.

Quito - Rund 500 Demonstranten zogen gestern in Quito auch in der Nähe des Hotels vorbei, in dem die Veranstaltung heute stattfinden soll. Anstatt die indianische Landbevölkerung bei den Ernteausgaben zu unterstützen, gebe die Regierung Millionen für die Misswahl aus, kritisierten die Protestler.

"Miss Norway", Kathrine Sorland, wies die Kritik an der Misswahl zurück und sagte: "Wir sind ein Haufen von Mädchen, die Spaß haben, und das ist etwas Positives."

Ihre schönen Kolleginnen bereiten sich derweilen mit einem letzten Trainingsprogramm auf das große Ereignis vor.

Der im November 2002 mit Unterstützung der indianischen Bewegung gewählte Präsident Lucio Gutierrez steht derzeit unter wachsender Kritik der Opposition. Die Führer der Indio-Bewegung haben landesweite Blockaden angekündigt, um Gutierrez zum Rücktritt zu zwingen. Sie werfen ihm vor, mit seiner Unterstützung für ein Freihandelsabkommen mit den USA die Armen verraten und ein zentrales Wahlversprechen gebrochen zu haben.