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Großeinsatz in Berlin Feuer in Unterkunft für Geflüchtete am Flughafen Tegel

Nach der Schließung des Flughafens Tegel dient das Gelände als Unterkunft für Geflüchtete, Tausende leben auf engsten Raum. Nun ist ein Zelt mit einer Fläche von 1000 Quadratmetern abgebrannt.
Rauchwolken und Fahrzeuge der Berliner Feuerwehr am Flughafen Tegel

Rauchwolken und Fahrzeuge der Berliner Feuerwehr am Flughafen Tegel

Foto: Sebastian Gollnow / dpa

Die Berliner Feuerwehr ist zu einem Großeinsatz zur Flüchtlingsunterkunft am früheren Flughafen Tegel ausgerückt. 100 Einsatzkräfte seien unterwegs, sagte ein Sprecher am Dienstag. Nach Angaben der Berliner Feuerwehr hat es keine Verletzten gegeben.

Ein Zelt mit einer Fläche von 1000 Quadratmetern und Platz für 380 Menschen sei abgebrannt. Nach Angaben des Betreibers hätten alle Bewohner rechtzeitig die Unterkunft verlassen können, sagte der Feuerwehrsprecher. Er sprach von einer «übersichtlichen Lage». Die Feuerwehr könne ausschließen, dass das Feuer auf weitere Zelte übergreife. Zur Ursache des Brands gibt es noch keine Angaben.

Nach der Schließung des Flughafens Tegel dient das Gelände im Nordwesten der Hauptstadt als Flüchtlingsunterkunft. Das Ankunftszentrum für schutzsuchende Migrantinnen und Migranten gehört bundesweit wohl zu den größten.

Nach Angaben des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) stehen dort 40 Leichtbauhallen, in denen rund 4500 Menschen leben. In den Massenunterkünften sollten die Schutzsuchenden dort nur vorübergehend bleiben, manche hängen dort aber über Monate fest. Ursprünglich war die Einrichtung ausschließlich als Ankunftszentrum für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine gedacht.

dpa/bö