Eifersuchtsdrama beim Ex-Fußballstar Maradona wollte auf TV-Moderator einprügeln

Erst vermieste sich der Ex-Ausnahmefußballer Diego Maradona seinen Ruf mit Kokain-Exzessen. Jetzt wollte er einen TV-Moderator verprügeln, weil der angeblich seine Frau angemacht haben soll.


Drohte einem vermeintlichen Nebenbuhler Schläge an: Diego Maradona
REUTERS

Drohte einem vermeintlichen Nebenbuhler Schläge an: Diego Maradona

Buenos Aires - Als stürmisch war der kleine und wendige Maradona schon in Fußballerzeiten bekannt. Jetzt jedoch wollte er seine Kräfte gegen einen mutmaßlichen Rivalen auf einem anderen Spielfeld zum Einsatz bringen. Der Weltmeister von 1986 "outete" sich jetzt als eifersüchtiger Ehemann und drohte dem argentinischen Star-Moderator Nicolas Repetto sogar öffentlich Schläge an.

Der Fernsehstar hatte in seiner Late-Night-Show Maradonas Ehefrau Claudia Villafane zu Gast. Mit charmanten Kommentaren flirtete er mit der Ehefrau des ehemaligen Nationalidols und machte ihr schöne Augen. Doch dann setzte Repetto noch einen drauf: Vor Millionen von Fernsehzuschauern lud er Claudia offiziell zum Abendessen ein.

Der ehemalige Nationalstar wollte "klare Verhältnisse"

Für Diego Maradona, der sich die TV-Show zu Hause angeschaut hatte, Grund genug, um in die Luft zu gehen. Er nämlich betrachtete die "Anmache" als Provokation gegen sich selbst und machte sich sofort auf zum Sendestudio, um für "klare Verhältnisse" zu sorgen. Erst die Bodyguards des Fernsehstars konnten den aufgebrachten 1,65 m kleinen "El pibe d'oro" (Goldjunge) stoppen und verwehrten ihm gewaltsam den Zugang zur Bühne, wo Maradona seinen Rivalen zur Rede stellen wollte.

Der eifersüchtige Maradona, der weltweit selbst nicht als "Kostverächter" gilt und dementsprechend oft "Opfer" diverser Vaterschaftsklagen ist, drohte Repetto daraufhin verbal: "Das verzeihe ich ihm nie. Wenn der mir über den Weg läuft, gibt es was auf die Schnauze", polterte der einstige Nationalmannschaftskapitän. Wie das Objekt der Begierde auf die verbalen Entgleisungen auf beiden Seiten reagierte, ist aus Südamerika nicht berichtet worden.

Ganz egal, wie der Streit endet - für Maradona ist es nur ein weiteres Schlaglicht auf seinem Weg nach unten, denn nach seiner Kokainsucht gilt er nicht nur in seinem Heimatland Argentinien als abgeschrieben.



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