400.000 Haushalte ohne Strom Eisregen legt Osten Kanadas lahm

Ein Eissturm hat den Osten Kanadas schwer getroffen: An den Flughäfen und auf den Straßen herrscht Chaos, 400.000 Haushalte sind ohne Strom. An Weihnachten könnten noch zahlreiche Menschen im Dunkeln sitzen.

REUTERS

Toronto - Schnee, Hagel und Eisregen: Der Osten Kanadas ist am Wochenende schwer von einem Eissturm getroffen worden. Hunderttausende Menschen waren ohne Strom, der Reiseverkehr in der Weihnachtszeit wurde stark beeinträchtigt.

Mehr als 400.000 Haushalte in Ontario, Quebec und New Brunswick waren von dem Stromausfall betroffen, berichten Energieunternehmen. Straßen und Gehwege haben sich in Rutschbahnen verwandelt, an den Flughäfen von Toronto bis St. John's auf Neufundland saßen wegen Verspätungen oder Flugausfällen zahlreiche Passagiere fest.

Die Polizei in Toronto rief laut "National Post" am Sonntag dazu auf, nicht mit dem Auto zu fahren. Die vereisten Straßen seien ohnehin gefährlich, verschlimmert werde die Situation durch defekte Ampeln, teilte die Polizei mit.

Weihnachten ohne Strom

Torontos Bürgermeister Rob Ford bezeichnete den Sturm als schlimmsten in der Geschichte der Stadt. Via Twitter warnt er die Einwohner, zu nah an herruntergerissene Stromleitungen heranzutreten. Haushalten ohne Strom rät er, die Wasserhähne leicht zu öffnen, um das Einfrieren der Leitungen zu verhindern.

Allein in Toronto sind laut "National Post" 250.000 Menschen ohne Strom. An Weihnachten werden voraussichtlich noch viele Haushalte im Dunkeln sitzen: Die Reparaturarbeiten sollen bis zu 72 Stunden dauern.

Der Sturm weckt Erinnerungen an den Januar 1998, als der Osten Kanadas von einem ähnlichen Unwetter getroffen wurde. Damals starben mehr als zwei Dutzend Menschen, drei Millionen Kanadier waren ohne Strom.

sun/AP

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insgesamt 7 Beiträge
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psiloriti 23.12.2013
1. Ganz ehrlich
bedauerlicherweise haben wir auf der Erde Gebiete, die solchen Widrigkeiten weniger trotzen können. Was sollen wir mit diesen Informationen nach Meinung von SPON anfangen._Meteorologie studieren
elke.blinick 23.12.2013
2. power outage
if you did not have loss of power or needed to walk your dog, it was not as bad as papers will make you believe. Driving in TO was ok, once you un-iced the car. I even let the kids have my car. Sidewalks, terrible, but that is normal in TO winter. Lot's of trees down. Other than that, just another day in December, and I'd rather be in Florida too.
puyumuyumuwan 23.12.2013
3. Der Klimawandel
Nein, jetzt gibt es sogar im Osten von Kanada Winter. Wie bemerkenswert. Wo doch sonst dort nur ewiger Frühling herrscht.
emporda 23.12.2013
4. auch schon erlebt
Das gab es auch schon hier an der Costa Brava in Spanien. 63 Gemeinden waren 3 Tage ohne Strom, die Straßen mit Lkws verstopft und die Grenze dicht Wir haben zumindest eine Benzinaggregat von 2 Kw, um Kühlschrank und Gefriertruhe weiter zu versorgen, etwas Licht zu haben und heizen dann per Butanflasche
Falsche Küste 23.12.2013
5. Ueberland
Jaja, das alte Spiel. Stromleitungen ueber Land. Wenn das nicht waere, gaeb's auch keine Stromausfaelle. Traurig.
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