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"El Gordo": Knapp 2,4 Milliarden Euro verlost

Foto: Guillen/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Weihnachtslotterie in Spanien "El Gordo" macht spanische Gemeinde glücklich

Vorweihnachtliche Bescherung: Bei der traditionellen spanischen Weihnachtslotterie wurden knapp 2,4 Milliarden Euro ausgeschüttet. Besonders viel Grund zur Freude gab es in einer galicischen Gemeinde.

Ob in der Kneipe, im Café, im Büro oder daheim vor dem Fernseher: Millionen Spanier verfolgten, wie bei der "Lotería de Navidad" im Madrider Opernhaus Teatro Real die Glückszahlen gezogen wurden. Sie gilt als die älteste und größte Lotterie der Welt. Insgesamt wurden in diesem Jahr knapp 2,4 Milliarden Euro ausgeschüttet.

Besonders viel Glück hatten diesmal die Bewohner von Vilalba im Nordwesten des Landes. In der 15.000-Einwohner-Gemeinde in der Region Galicien belief sich der Gesamtgewinn nach Angaben der staatlichen Lotteriegesellschaft LAE auf 520 Millionen Euro - so viel wie nirgendwo sonst in Spanien.

Alllein die Kunden einer Kneipe in Vilalba gewannen insgesamt 220 Millionen Euro. "Heute wird hier durchgefeiert", schrien Landwirte und Lkw-Fahrer. "Ich weiß gar nicht, wie viel Geld das ist", sagte Barbesitzerin und Losverkäuferin Pilar. Auch sie habe etwas abbekommen. Die Gewinner seien alles "arbeitende Menschen", die zum Teil sehr wenig Geld hätten.

Die meisten Spanier kaufen keine ganzen Lose, sondern erwerben Zehntellose für je 20 Euro, so dass immer Dutzende Teilnehmer gewinnen. Tippgemeinschaften werden von Bürokollegen, Kneipenfreunden, Nachbarn und auch von ganzen Dörfern gebildet.

Der Hauptgewinn - "El Gordo", der Dicke, genannt - entfiel auf die Lose mit der Nummer 71198. Der Hauptgewinn beträgt vier Millionen Euro für je vollem Los. "El Gordo" wird aber 170 mal ausgezahlt, da jede Losnummer auch 170 mal verkauft wird. Nach Vilalba gingen 130 dieser Serien, teilte die LAE mit.

Doch nicht nur in Galicien wurde zwei Tage vor Heiligabend vorzeitige Bescherung gefeiert. Die 1812 ins Leben gerufene Tombola, die nicht einmal während des Bürgerkriegs zwischen 1936 und 1939 ausfiel, beglückte erneut praktisch alle Regionen Spaniens.

Neben dem Hauptgewinn wurden zahlreiche größere und kleinere Preise ausgelost. Die Chancen den "Gordo" zu erwischen, liegen bei eins zu 100.000. Einer Umfrage zufolge nahmen erneut fast 80 Prozent aller erwachsenen Spanier an der Lotterie teil. Sie gaben im Schnitt 66 Euro aus.

Auch deutsche Tipper machen mit, 150.000 sollen es laut Berichten in diesem Jahr gewesen sein. Vier von ihnen hätten das große Los gezogen, teilte das Unternehmen Lottoland mit. Sie hätten jeweils mit einem Zwanzigstel-Los für 19,99 Euro 200.000 Euro gewonnen. Woher die deutschen Gewinner stammen, wurde nicht bekanntgegeben.

Als Gewinner der Weihnachtslotterie stand schon vor der Ziehung das Finanzamt fest. Der Staat kassiert nämlich 30 Prozent der Verkaufserlöse. Und für jeden Preis über 2500 Euro müssen seit 2013 auch knapp 20 Prozent an Steuern abgeführt werden.

bbr/dpa
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