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Spur der Verwüstung: Hurikan "Ida" in El Salvador

Foto: A2609 epa efe Roberto Escobar/ dpa

El Salvador Viele Tote nach Hurrikan "Ida"

Dauerregen, Überschwemmungen, Erdrutsche: Der Tropensturm "Ida" hat in El Salvador schwere Verwüstungen angerichtet, mindestens 91 Menschen sind gestorben. Dutzende werden noch vermisst. Der Hurrikan zieht jetzt auf den Golf von Mexiko zu.

San Salvador - Auf dem Weg in den Golf von Mexiko hat "Ida" im mittelamerikanischen El Salvador schwere Verwüstungen angerichtet. Heftiger Dauerregen hat zu schweren Überschwemmungen und Erdrutschen geführt. Mindestens 91 Menschen kamen ums Leben, weitere 60 werden noch vermisst, wie die Regierung am Sonntag in San Salvador mitteilte.

Nach Angaben von Rettungskräften des mittelamerikanischen Landes wurden die meisten Opfer von Schlammlawinen verschüttet oder ertranken in den Fluten der über die Ufer getretenen Flüsse. Nach Angaben des salvadorianischen Innenministers Humberto Centeno wurden allein in der Stadt San Vicente zu Füßen des Vulkans Chinchontepec 24 Einwohner von Erdrutschen getötet. Auch in anderen Ländern der Region kam es zu Überschwemmungen, darunter im Süden Mexikos.

"Ida" wuchs am Sonntag zu einem starken Hurrikan der Stufe 2 heran und bewegte sich auf die mexikanische Karibikküste zu. Die Gebiete zwischen der Urlaubsinsel Cozumel und der Stadt Cancún an der Nordspitze der Halbinsel Yucatán wurden in Alarm versetzt.

Nach Berechnungen der Meteorologen des US-Hurrikanzentrums in Miami sollte der Sturm an Cancún vorbei durch die Straße von Yucatán in den Golf von Mexiko ziehen. Nach Berechnungen der Meteorologen wird er sich abschwächen, bevor er die Südstaaten der USA erreicht.

In seinem Zentrum entwickelte "Ida" Windstärken von 160 Kilometern in der Stunde. In Cancún und an der Küste, wo derzeit nur wenige Touristen Urlaub machen, wurde der Hurrikan am Sonntag (Ortszeit) erwartet. Boote wurden in Sicherheit gebracht und Häuser abgesichert. Auch in Kuba bereiteten sich viele Menschen auf den Sturm vor.

Auch Kuba trifft Vorbereitungen zum Schutz der Einwohner

Auch auf Kuba, dessen Westspitze mit der Stadt Pinar del Rio von dem Sturm heimgesucht werden dürfte, wurden Vorbereitungen zum Schutz der Einwohner ergriffen.

"Ida" war in der vergangenen Woche in Hurrikanstärke auf die dünn besiedelte Küstengebiete Nicaraguas gestoßen und hatte dort vor allem Überschwemmungen angerichtet. Auch im Süden Mexikos hatten die durch eine Kaltfront und den Sturm ausgelösten Regenfälle zu schweren Überschwemmungen geführt. Die Häuser und Wohnungen von mehr als 200.000 Menschen in den Bundesstaaten Veracruz und Tabasco wurden beschädigt, drei Einwohner ertranken in den Fluten eines Flusses.

Erst Ende Oktober war Mexiko von einem Hurrikan heimgesucht worden, der jedoch an der Westküste wütete. Ein Mann wurde in den Tod gerissen.

Von Tropenstürmen wird ab Windgeschwindigkeiten von 63 Stundenkilometern gesprochen, ab 119 Stundenkilometern ist es ein Hurrikan.

siu/Reuters/AFP/dpa/AP