Fotostrecke

Elbe: Havarie vor dem Hamburger Hafen

Foto: Lars Klemmer/ dpa

Havariertes Containerschiff in der Elbe Feststeckender Frachter wird leichter gemacht

Noch immer steckt ein riesiges Containerschiff nahe Hamburg in der Elbe fest. Nun pumpen Einsatzkräfte Schweröl aus dem Frachter, um den nächsten Bergungsversuch zu erleichtern.

Die Bergungstrupps warten auf die nächste Gelegenheit, das havarierte Containerschiff "CSCL Indian Ocean" aus dem Schlick zu ziehen. Denn noch immer liegt einer der größten Frachter der Welt in der Elbe fest. Am Morgen waren Einsatzkräfte damit beschäftigt, zur Vorbereitung des nächsten Abschleppversuchs Schweröl aus dem Schiff zu pumpen.

Mit dem Abpumpen hatten die Bergungstrupps am Donnerstagabend begonnen und die ganze Nacht über gearbeitet, wie ein Sprecher des Havariekommandos sagte. Das 400 Meter lange Schiff war am Mittwochabend nahe Stade nach einem Ausfall der Ruderanlage auf Grund gelaufen. Seitdem sitzt es rund 30 Kilometer elbabwärts vom Hamburger Hafen fest.

Zwei Versuche, das Schiff abzuschleppen, sind bereits gescheitert. Ein erneuter Bergungsversuch sei erst wieder bei starkem Hochwasser möglich, sagte Ben Lodemann, Vorsteher der Elblotsen. "Der nächste geeignete Termin ist Dienstagmorgen gegen 4 Uhr." Somit bleibe das Schiff über das Wochenende noch liegen. Einschränkungen für den Schiffverkehr auf der Elbe gebe es keine.

Der Frachter der chinesischen Reederei China Shipping Container Lines gehört zu den modernsten Containerschiffen der Welt. Er wurde 2015 in Dienst gestellt und kann knapp 19.000 sogenannte 20-Fuß-Standardcontainer transportieren.

Zum Zeitpunkt der Havarie hatte das Schiff nach Angaben der Polizei etwa elf Meter Tiefgang und war auf der Fahrt von Felixstowe in Großbritannien nach Hamburg. An Bord befinden sich etwa 6600 Container.

wit/fml/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.