Elefanten-Festival Lauf, Jumbo, lauf!

Fußball, Wettrennen, Schönheitswettbewerb: Bei einem Elefanten-Festival im nepalesischen Chitwan traten die Dickhäuter auf ungewöhnlichem Terrain gegeneinander an. Geschminkte Fußnägel inklusive.


Chitwan - Manche rannten, bejubelt von den Zuschauern, um die Wette. Manche setzten ihren massiven Körper ein, um beim Fußball den Gegner abzudrängen. Und manche ließen ihre Fußnägel bemalen, um beim Schönheitswettbewerb eine besonders gute Figur zu machen. In jedem Fall waren die Teilnehmer beim Internationalen Elefanten-Festival von Chitwan in nicht gerade alltäglichen Situationen zu sehen. Die Veranstaltung dauerte drei Tage und endete am Mittwoch.

Beim Wettrennen, dem Abschlusswettbewerb, setzte sich Dickhäuter Bajadur Gaj durch. Er brauchte unter dem Applaus Tausender Zuschauer für die 300 Meter lange Strecke respektable 69 Sekunden - Top-Sprinter schaffen die Distanz in etwa der Hälfte der Zeit.

Teams aus jeweils vier Elefanten traten beim Fußballturnier gegeneinander an. Gepasst, geschossen und geblockt wurde mit dem Rüssel. "Den Elefanten Fußballspielen beizubringen war nicht einfach, aber sie haben die grundlegenden Befehle gelernt. Sie wussten, dass sie den Ball spielen sollen, wenn ich 'kick' schreie", sagte Elefantenführer Basudev Mahato. Die Tiere seien zwischen vier und fünf Jahren alt. Jungtiere sind laut Mahato einfacher zu trainieren und können schneller rennen.

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Elefanten-Festival: Offensive der Dickhäuter
Es gab sogar einen Schönheitswettbewerb. Elefantenführer verzierten die Tiere mit weißen Ornamenten und bunten Decken - und bei mindestens einem der Tiere wurden auch die Fußnägel mit roter Farbe bemalt.

Für die Elefanten und ihre Führer bedeutet die Teilnahme hohen Aufwand. Die Tiere werden wochenlang auf die Veranstaltung vorbereitet. In dieser Zeit trainieren sie, anstatt wie üblich Touristen durch den Dschungel zu tragen. Das Dickhäuter-Festival soll für Umweltschutz werben und gleichzeitig Touristen in den Chitwan Nationalpark locken, der etwa 170 Kilometer südlich der nepalesischen Hauptstadt Katmandu liegt.

ulz/AP

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