Endgültig Brad Pitt ist unter der Haube

Die Trauer bei den weiblichen Fans hielt sich - zumindest in Malibu - in Grenzen: Hinter hohen schwarzen Planen und unter strengen Sicherheitsvorkehrungen haben sich Brad Pitt und Jennifer Aniston das Jawort gegeben.


Malibu - Sollte das Hollywood-Traumpaar wirklich geplant haben, seine Hochzeit geheim zu halten, ist das Anliegen gründlich misslungen. Schon Tage vor der romantisch inszenierten Trauung in Malibu an der Pazifikküste kreisten Helikopter über dem Gelände, um wenigstens Bilder von dem weißen Zelt zu

Schlechte Zeiten für Paparazzi: Mit Planen und Spiegeln versuchen Sicherheitskräfte, Fotografen von Hochzeitsbildern abzuhalten
AP

Schlechte Zeiten für Paparazzi: Mit Planen und Spiegeln versuchen Sicherheitskräfte, Fotografen von Hochzeitsbildern abzuhalten

ergattern, in dem sich die beiden Hollywood-Schönen am Samstagabend das Jawort gaben. Spätestens beim Anblick des Feuerwerks (Kostenpunkt: 20 000 Dollar) mussten sich Beobachter aber fragen, wie ernsthaft die Geheimhaltungsabsichten gewesen sein konnten.Dass der Frauenliebling Pitt, bekannt unter anderem aus "Thelma und Louise" , "Sieben" und "Fight Club", sich mehr als drei Jahre nach Lösung der Verlobung mit der Schauspielerin Gwyneth Paltrow endgültig auf die Ehe festlegt, konnte ohnehin nicht verborgen werden. Noch eine Woche vor der Trauung hatten Pitts Sprecherin die Heiratspläne mit Aniston dementiert.Erst zwei Tage vor der Trauung, am Donnerstagabend, kam dann die Bestätigung - alles Vorgänge, die die Neugier nur weiter schürten.Strenge Sicherheitsvorkehrungen schirmten die Hochzeitsgesellschaft vor der Öffentlichkeit ab. Das Grundstücknördlich des Zoma-Strandes in Malibu wurde mit Hilfe von Wächtern und Polizei hermetisch abgeriegelt. Während die 200 Freunde und Verwandten des Paares feierten, versuchten TV-Journalisten in Ü-Wagen und mit Laptops hektisch, anhand der von oben geschossenen Bilder die Gästeliste zu rekonstruieren.
Traumpaar: Jennifer Aniston und Brad Pitt
REUTERS

Traumpaar: Jennifer Aniston und Brad Pitt

Während der Zeremonie wurden die Helikoper-Flüge allerdings eingestellt. Von der Trauung im Zelt war nichts zu sehen. DieFernsehzuschauer mussten sich mit der Information zufrieden geben, dass allein das Essen und die Organisation der Feier 350.000 Dollar kosteten, während für Sicherheit 100.000 Dollar ausgegeben wurden. Um "Piratenbilder" zu verhindern, wurde selbst das Catering-Personal auf Handys und Kameras untersucht. Der Moderator eines lokalen Senders gab sich aber zuversichtlich: "Irgendwann in den nächsten beiden Wochen werden die Aufnahmen in irgendeinem Magazin erscheinen. Die Paparazzi werden ihre Bilder schon bekommen."Hysterische Fan-Auftritte blieben aus. Einen Tag vor der Feier versammelten sich einige von Pitts Anhängern vor dem Grundstück, verhielten sich aber zivil. "Ich freue mich für ihn", erklärte eine junge Frau tapfer, als ein TV-Reporter sie nach ihren Gefühlen fragte. "Schade, dass er nicht mehr zu haben ist", meinte eine Computerstudentin aus Los Angeles.Große Trauer über Pitts Heirat könnte auch bei einer jungen Frau aufkommen, die sich dem Star im vergangenen Jahr nur auf Abwegen näherte: Die 21-Jährige drang in Pitts Haus ein, zog seine Kleider an und legte sich mehrere Stunden lang in sein Bett. Das Buch über die Kunst des Hexens, das sie bei sich trug, verfehlte seine Wirkung aber völlig.



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