Endlich Regen Feuer in Colorado teilweise unter Kontrolle

Der seit einer Woche tobende Waldbrand im US-Bundesstaat Colorado ist zwar noch lange nicht gelöscht. Aber immerhin haben ihn die Feuerwehrleute jetzt zu 30 Prozent unter Kontrolle. Experten gehen davon aus, dass die Flammen noch bis September weiter wüten könnten.


Denver - Die Teperaturen sinken, der Wind wird schwächer und die Luft feuchter. Das erleichtert die Arbeit der rund 1800 Feuerwehrleute dramatisch. Die Flammen gelten jedoch weiterhin als unberechenbar. Über 41.000 Hektar Land - etwa die Fläche von Bremen - und 22 Häuser wurden bislang zerstört.

Einige Anwohner durften in Begleitung von Helfern für einige Stunden in ihre Häuser, um weitere Gegenstände in Sicherheit zu bringen. Mehr als 5000 Menschen warten in Notquartieren auf die Erlaubnis, nach Hause zurückzukehren.

Nach einem Wechsel der Windrichtung ist die Hauptstadt Denver vorerst nicht mehr von den Flammen bedroht. Mit Flugzeugen und Helikoptern wird seit Donnerstag Brand hemmender Schaum versprüht. Transportmaschinen der US-Luftwaffe unterstützen die Löscharbeiten. Insgesamt stehen vier Maschinen zur Verfügung, die so umgebaut sind, dass sie jeweils gut 11.000 Liter Schaum laden und versprühen können.

Die Katastrophenschutzbehörde (FEMA) hat 20 Millionen Dollar (21 Millionen Euro) für die Brandbekämpfung zur Verfügung gestellt. Die Feuerwehr schließt nicht aus, dass die Flammen erst im September völlig unter Kontrolle gebracht werden können. Colorados Gouverneur Bill Owens hat im gesamten Staat das Feuermachen im Freien verboten.

Der Waldbrand begann am vergangenen Wochenende mit einem kleinen Lagerfeuer. Für die Ergreifung der Leute, die das Feuer entzündeten, ist eine Belohnung von 5000 Dollar ausgesetzt. Weil Busch- und Baumwerk völlig ausgetrocknet waren, breiteten sich die Flammen südwestlich von Denver explosionsartig aus.

Bei anhaltenden Trockenheits-Prognosen für die westlichen Bundesstaaten Kalifornien, Colorado und Neu Mexico machen sich die Feuerwehrleute auf eine lange, gefährliche Brandsaison gefasst.



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