England Fallschirmspringer überlebt 3000 Meter freien Fall

Ein Kameramann in England hat auf spektakuläre Weise einen missglückten Fallschirmsprung überstanden. Nach dem Absprung öffnete sich sein Schirm nicht: Der Mann stürzte im freien Fall 3000 Meter tief, krachte auf das Dach eines Flughafengebäudes - und brach sich keinen einzigen Knochen.

Großbritannien - Paul Lewis muss einige Schutzengel dabei gehabt haben. Am Freitag sprang der 40-jährige Kameramann aus dem Flugzeug, stürzte Tausende Meter tief, krachte auf das Dach eines Hangars - und überlebte. Er erlitt keine Knochenbrüche, allerdings Kopf- und Nackenverletzungen, wie die britische Zeitung "Telegraph" berichtet.

Lewis wurde auf dem Tilstock-Flugplatz im englischen Whitchurch von Feuerwehrleuten gerettet und ins Krankenhaus von North Staffordshire gebracht.

Lewis drehte freiberuflich Videofilme von Tandemsprüngen für das Parachute Centre, ein Fallschirmsprungunternehmen auf dem Flugplatz. Zeugen beobachteten laut der Zeitung, dass Lewis' Hauptschirm sich nach dem Sprung nicht öffnete und dass auch sein zweiter Schirm nicht richtig funktionierte.

"Er hatte Probleme, Kontrolle über seinen Reserveschirm zu erlangen, der sich drehte, bis Lewis auf dem Dach landete", sagte Colin Fitzmorris, der Eigentümer des Parachute Centre. "Das Hangardach federte genügend stark, um den Aufschlag abzumildern."

Lewis habe großes Glück gehabt, ohne ernstere Verletzungen davongekommen zu sein, meinte Fitzmorris. Er glaube, dass Lewis sich wieder vollkommen erholen werde.

Vor zwei Jahren kam ein Brite in Neuseeland mit einem Schrecken und kleineren Verletzungen davon. Michael Holmes aus Jersey überlebte einen Sprung aus rund 3600 Meter Höhe, bei dem sich weder sein Haupt- noch sein Reserveschirm öffneten. Das missglückten Ferienerlebnis über dem Lake Taupo hatte er mit seiner Helmkamera festhalten.

abl
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