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Gestorben Enrique Bolaños, 93

aus DER SPIEGEL 25/2021
Foto: imago stock

Der konservative Politiker war der letzte demokratische Präsident Nicaraguas. Sein Nachfolger, der einstige sandinistische Revolutionsführer Daniel Ortega, kam 2007 zwar nach fairen Wahlen an die Macht, aber im Amt verwandelte er sich in einen brutalen Autokraten. Enrique Bolaños war zeitlebens ein Gegner der Sandinisten. Während der Revolutionsregierung in den Achtzigerjahren hatte er den Vorsitz des Unternehmerverbands Cosep. Bei den Präsidentschaftswahlen 2001 siegte er mit großer Mehrheit gegen Ortega. Bolaños führte einen unerbittlichen Kampf gegen die Korruption. Es gelang ihm, die Wirtschaft zu stabilisieren; Bolaños unterzeichnete das mittelamerikanische Freihandelsabkommen mit den USA (Cafta) und handelte einen Erlass von 80 Prozent der Auslandschulden aus. Nach seinem Rückzug aus der Politik baute er eine riesige virtuelle Bibliothek auf, die er seinen Landsleuten als Erbe hinterlässt. Enrique Bolaños starb am 14. Juni in der Nähe von Managua.

Aus: DER SPIEGEL 25/2021

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