Entführung Terroristen brachten UA 93 selbst zum Absturz

Der Absturz der United-Airlines-Maschine am 11. September 2001 bei Pennsylvania geht möglicherweise auf das Konto der Terroristen, die das Flugzeug gekapert hatten. Bislang hieß es, die Maschine sei zerschellt, als die Passagiere im heldenhaften Kampf versucht hätten, die Kontrolle über das entführte Flugzeug zu gewinnen.

Washington - US-Ermittler gehen nun offenbar davon aus, dass einer der Entführer den Piloten Ziad Jarrah angewiesen habe, die Maschine abstürzen zu lassen, berichtet der Nachrichtensender CNN. Diese Theorie basiere auf den Auswertungen der Gespräche, die im Cockpit der United-Airlines-Maschine 093 aufgezeichnet wurden. In dem Bericht zum 11. September, den das FBI im vergangenen Monat dem Kongress vorgestellt hatte, hieß es, damit hätten die Entführer den Kampf um das entführte Flugzeug beenden wollen.

Bislang hatte er geheißen, die Passagiere an Bord der entführten Maschine, die über Telefonate mit Angehörigen über die Terroranschläge in New York und Washington informiert gewesen seien, hätten die Maschine zum Absturz gebracht. Nun heißt es, angesichts der Gegenwehr der Passagiere hätten die Entführer ihren ursprünglichen Plan aufgegeben - möglicherweise war es ihr Ziel, das Weiße Haus oder das Capitol in Washington zu treffen.

Der Satz "Let's roll", den einer der Passagiere an Bord der Maschine kurz vor Beginn des Kampfes sagte, wurde zum Motto für einen breit angelegten Feldzug der Amerikaner gegen den Terrorismus.

Die Cockpit-Mitschnitte wurden bereits im April vergangenen Jahres den Familienmitgliedern der getöteten Passagiere und Crewmitglieder vorgespielt. Nach Berichten von Angehörigen der Opfer hätten die Passagiere möglicherweise einen Essenwagen als Schutzschild benutzt, um damit das Cockpit zu stürmen. "Es ist ganz eindeutig auf dem Tonband zu hören, dass sie es ins Cockpit geschafft haben", sagte Deena Burnett, die bei dem Terrorakt ihren Ehemann Thomas verloren hat. "Man kann das Tonband auf keine andere Art deuten", sagte Burnett am Donnerstag in einem Telefoninterview.

Die ermittelnden Behörden hatten die Familien gebeten, mit den gehörten Tobbandmitschnitten vertraulich umzugehen. Burnett sagte, sie erinnere sich daran, wie einer der Entführer dem Piloten Jarrah angewiesen habe, das Flugzeug abstürzen zu lassen. Jarrah habe sich jedoch geweigert.

FBI-Beamte erklärten dem CNN-Bericht zufolge, man werde wohl nie mit absoluter Sicherheit sagen könne, was wirklich in den letzten Minuten an Bord der entführten Maschine geschah. Der Tonbandmitschnitt sei von etlichen Geräuschen überlagert. Zu hören seien Alarmsignale, Gesprächsfetzen auf englisch und arabisch, zersplitterndes Glas und viele andere Geräusche.

Bei dem Absturz kamen alle 33 Passagiere, die sieben Besatzungsmitglieder und die vier Terroristen ums Leben.

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