Entgleiste U-Bahn Polizei gibt Entwarnung, Unfall ging glimpflich aus

Entwarnung in London: Das Unglück in der U-Bahn der britischen Metropole ist kein Terrorakt. Der Schreck war groß, als mitten in der morgendlichen Rushhour ein Zug entgleiste. Aus Angst vor einem Anschlag hatten Polizei und Feuerwehr ein Großaufgebot zum Unglücksort geschickt.


London - Laut einem Behördensprecher kam es zu dem Unglück, weil ein offenbar Hindernis die Strecke blockierte. Worum es sich dabei handelte, ist noch unklar.

Ein Zusammenhang mit den versuchten Anschlägen vom vergangenen Wochenende in London und Glasgow besteht laut Polizei nicht.

Vor dem Hintergrund der drohenden Terrorgefahr war zunächst ein Großaufgebot von Rettungskräften zum Unglücksort gesandt worden. Zu präsent sind noch die Anschläge vom Juli 2005, als Terroristen Bomben in drei U-Bahnen und einem Bus zündeten und 52 Menschen mit in den Tod rissen.

Der Unfall heute Morgen ging glimpflich aus. Bis zu sechs Waggons sind nach Angaben von BBC aus den Schienen gesprungen. Ein Fahrgast sei dabei leicht am Bein verletzt worden. Die Passagiere wurden nach und nach in Sicherheit gebracht. Auch die Fahrgäste einer zweiten U-Bahn, die nach dem Unfall ebenfalls in dem Schacht steckengeblieben war, mussten den Tunnel zu Fuß verlassen.

Der Vorfall ereignete sich um kurz nach 9 Uhr morgens im Osten der Stadt zwischen den Stationen Bethnal Green und Mile End. Der Zug war in Richtung Westen unterwegs. Die beiden Stationen und ein großer Teil der U-Bahn-Linie sind gesperrt. In der Nähe waren 2003 bei einem ähnlichen Unglück 32 Passagiere eines Zuges verletzt worden.

ffr/Reuters/AP



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