Entschädigung Viele Mäuse für tote Katze

Weil ein Hund ihre Katze tot gebissen hat, sind einer Frau im US-Bundesstaat Washington 45.000 Dollar Entschädigung zugesprochen worden. Die Besitzerin des Hundes musste drei Wochen in Haft und erhielt drei Monate Hausarrest.


Seattle - Die zwölfjährige Katze "Yofi" war im Februar 2004 vom entlaufenen Chow-Chow einer Nachbarin zerfleischt worden. Yofis Besitzerin, die 71-jährige pensionierte Lehrerin Paula Roemer, litt nach dem Verlust ihres geliebten Haustieres unter Schlafstörungen, Panikanfällen und Depressionen, wie es in den Gerichtsunterlagen hieß.

Doch das Gericht bemühte sich, die trauernde Ex-Katzenbesitzerin zumindest mit einer üppigen Entschädigung über den Verlust hinwegzutrösten. Für den besonderen Wert der Katze wurden der Seniorin 30.000 Dollar zugesprochen. Weitere 15.000 Dollar erhielt sie für den erlittenen emotionalen Stress.

Die Besitzerin des Hundes, Wallace Gray, wurde zu der Haftstrafe und dem Hausarrest verurteilt, weil ihr Hund zum wiederholten Mal ausgerissen war. Sie bedauerte den Vorfall, erklärte aber, zum Zeitpunkt des Unglücks habe ein Bekannter auf den Hund aufpassen sollen. "Das ist absolut verrückt", sagte Gray. "Es tut mir leid, dass sie ihre Katze verloren hat, aber ich hatte keine Kontrolle darüber."

Roemer sagte allerdings, sie bezweifle, dass sie jemals etwas von dem Geld sehen werde. Falls sie jedoch etwas bekomme, wolle sie es dem Tierschutz spenden.



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