Entschädigungszahlung 1,2 Millionen Mark für Unfallopfer

Weil ein 16-jähriger Mopedfahrer eine rote Ampel übersah, ruinierte er die Zukunft eines Gleichaltrigen. Nun sprach ein Gericht dem Unfallopfer mehr als eine Million Mark zu - eine der höchsten Summen, die jemals von der deutschen Justiz zuerkannt wurde.


Rotes Ampellicht: Eine Sekunde nicht aufgepasst, ein Leben ruiniert
REUTERS

Rotes Ampellicht: Eine Sekunde nicht aufgepasst, ein Leben ruiniert

Würzburg - Den ungewöhnlich hohen Betrag begründete das Landgericht Würzburg mit der außergewöhnlichen Schwere der Unfallfolgen. Die Erwartungen an sein Leben als Heranwachsender seien völlig zerstört, denn eine deutliche Besserung sei nicht in Aussicht. Das Schmerzensgeld von rund 750.000 Mark muss von dem 16-Jährigen und seiner Versicherung aufgebracht werden. Der Schadenersatz beträgt 420.000 Mark.

Der damals 16-jährige Auszubildende war 1996 als Fußgänger beim Überqueren einer Straße in Würzburg von einem Mopedfahrer erfasst und schwer verletzt worden. Seither ist er weitgehend gelähmt sowie geistig beeinträchtigt. Zu dem Unfall war es gekommen, weil der jugendliche Mopedfahrer das Rotlicht einer Ampel übersehen hatte.



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