Erdbeben auf Java Regierung korrigiert Opferzahl nach unten

Die Zahl ist immer noch erschreckend hoch, allerdings nicht ganz so hoch wie befürchtet: Neun Tage nach dem schweren Erdbeben auf der Insel Java hat die indonesische Regierung die Zahl der Toten auf 5782 nach unten korrigiert.

Jakarta – Ursprünglich war die Regierung von mehr als 6200 Toten ausgegangen – tatsächlich seien 5782 Menschen ums Leben gekommen, hieß es jetzt. Mit 36.300 Menschen sind außerdem rund 10.000 weniger verletzt worden als befürchtet. Rund 200.000 Menschen verloren bei dem Beben, das die Insel vor neun Tagen mit einer Stärke von 6,3 erschütterte, ihr Heim.

Der Vulkan Merapi im Erdbebengebiet ist auch heute noch sehr aktiv. In den ersten sechs Stunden des Tages stieß der Berg erneut große Mengen Lava, Asche und heiße Gaswolken aus, wie das vulkanologische Institut in Yogyakarta mitteilte. Die Kuppel aus Magma, die sich am 2900 Meter hohen Gipfel des Vulkans gebildet hat, droht sich nach Angaben von Experten zu lösen. In diesem Fall könnten sich vier Millionen Kubikmeter Lava und Vulkangestein über die Umgebung ergießen. In den vergangenen Wochen waren deshalb zehntausende Anwohner aus der Umgebung des Merapi in Sicherheit gebracht worden.

ase/AFP

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