Olympiastadt Sotschi Erdbeben erschüttern Schwarzmeer-Städte

Mehrere Beben haben in georgischen Küstenstädten am Schwarzen Meer Panik ausgelöst: Aus Angst vor weiteren Erdstößen verließen Tausende Einwohner ihre Häuser. Auch die russische Stadt Sotschi wurde erschüttert - der Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2014.

Vor dem Erdbeben: Olympiastätte in Sotschi am 20. Dezember
AFP

Vor dem Erdbeben: Olympiastätte in Sotschi am 20. Dezember


Tiflis/Moskau - Das erste Beben traf die Region mitten in der Nacht, mindestens zwei weitere folgten: Mehrere Städte an der georgischen Schwarzmeerküste wurden im Laufe des Tages von einer Reihe von Erdstößen erschüttert. Die Erdbeben erreichten eine Stärke von bis zu 5,7.

In den georgischen Städten Batumi, Poti, Kobuleti und Kutaissi verließen Tausende Menschen ihre Häuser - aus Angst vor weiteren Erdbeben. Fernsehberichten zufolge brachten sogar Krankenhäuser ihre Patienten ins Freie. Verletzt wurde nach ersten Angaben aber niemand.

Auch in der russischen Olympiastadt Sotschi an der georgischen Grenze bebte die Erde. Russlands Präsident Wladimir Putin ordnete umgehend eine eingehende Prüfung des Austragungsortes der Winterspiele 2014 durch die Behörden an. Vor allem die Baustellen müssten genau auf mögliche Schäden überprüft werden.

Das russische Katastrophenschutzministerium teilte mit, bei dem Beben sei niemand verletzt worden, auch Schäden seien nicht auszumachen. Eine Einsatztruppe sei durch die Stadt gegangen und habe Brücken sowie elektrische Kabel untersucht, aber nichts entdeckt. Das Epizentrum des Erdbebens habe etwa 150 Kilometer entfernt von Sotschi im Schwarzen Meer gelegen.

Nur Stunden vor dem Erdbeben war in Sotschi zudem eine Gaspipeline explodiert, die ein Elektrizitätswerk versorgt. Das Kraftwerk habe auf Heizöl umgestellt und die Stadt werde wieder mit Strom versorgt, hieß es aus dem Ministerium. Die Ursache für die Explosion sei nicht bekannt.

In dem Badeort am Schwarzen Meer sollen im Februar 2014 die Olympischen Winterspiele stattfinden. Die Bauarbeiten an den Sportanlagen dauern noch an. Seit dem 10. Dezember gab es in der Gegend drei Erdbeben. Am Sonntag hatte es bereits ein Erdbeben der Stärke 5,5 gegeben, am 10. Dezember bebte rund hundert Kilometer von Sotschi entfernt die Erde.

nck/Reuters/dpa

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