Iran Erdbeben erschüttert Kleinstadt nahe Atomkraftwerk

In Südiran hat die Erde gebebt. In der Region befindet sich ein Atomkraftwerk. Über Schäden ist noch nichts bekannt.
Atomkraftwerk im südiranischen Buschehr

Atomkraftwerk im südiranischen Buschehr

Foto: ABEDIN TAHERKENAREH/ EPA-EFE/ REX/ ABEDIN TAHERKENAREH/EPA-EFE/REX

Ein Erdbeben der Stärke 4,7 hat am Mittwochmorgen die südiranische Provinz Buschehr erschüttert. Betroffen war laut Angaben der Nachrichtenagentur Irna die Kleinstadt Borasdschan.

Informationen über mögliche Opfer oder das Ausmaß der Schäden gebe es noch nicht, so die Behörden laut Irna. Die US-Erdbebenwarte USGS registrierte kurz nach 5 Uhr Ortszeit zwei kurz aufeinanderfolgende Beben der Stärke 4,5 und 4,9 in rund 38  Kilometer Tiefe.

Das Beben wurde 44 Kilometer südöstlich von Borasdschan lokalisiert. In der Nähe befindet sich ein Atomkraftwerk. Es wurde im Jahr 2010 in Betrieb genommen und war der erste zivile Reaktor im Nahen Osten. Über mögliche Verletzte oder Schäden an der Anlage ist bisher nichts bekannt.

Die Lage in der Region ist unruhig. Am Mittwoch hatte Iran Raketen auf Militärstützpunkte im Irak abgefeuert, auf denen auch US-Soldaten stationiert sind. Daraufhin hatte die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA US-Flugzeugen die Nutzung des Luftraums in Teilen des Nahen Ostens untersagt – "wegen erhöhter militärischer Aktivitäten und steigender politischer Spannungen".

Ebenfalls am Mittwoch war eine ukrainische Passagiermaschine kurz nach dem Start vom Flughafen Teheran in Richtung Kiew mit 180 Menschen an Bord abgestürzt. Als Unglücksursache gilt bisher ein technischer Defekt.

ala/dpa