Erdbeben Soforthilfe aus Deutschland


Berlin - Die Bundesregierung hat Afghanistan nach dem schweren Erdbeben sofortige Hilfe angeboten. Das Auswärtige Amt teilte mit, dass ein Krisenstab Soforthilfemaßnahmen berät. Beteiligt seien die Deutsche Botschaft in Kabul, die Vereinten Nationen (Uno), das in Afghanistan befindliche Bundeswehr-Kontingent und das Technische Hilfswerk.

Außenminister Joschka Fischer sprach seinem afghanischen Amtskollegen Abdullah Abdullah das Beileid der Bundesregierung aus. Bundespräsident Johannes Rau wandte sich mit Bestürzung und Trauer an den Übergangsregierungschef von Afghanistan, Hamid Karsai. Er versicherte, "dass Deutschland Ihnen bei der Bewältigung der Katastrophe zur Seite stehen wird", und sprach Karsai seine tiefe Anteilnahme aus.

Auch die EU leistet bereits Nothilfe im Erdbebengebiet: Über die französische Hilfsorganisation ACTED gelangten 500 Zelte und 1000 Decken in die Krisenregion. Es sei eine weitere Lieferung von 1500 Zelten und 1500 so genannten Shelter Kits für die provisorische Unterbringung vorgesehen, sagte ein Sprecher der EU-Kommission in Brüssel. ACTED arbeite mit dem Hilfsprogramm ECHO der Kommission zusammen.



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