Erdsenke in Florida Retter geben Mann auf und reißen Haus ab

In Florida hat ein Erdloch einen Mann samt Zimmereinrichtung verschluckt. Die Retter haben die Suche nach dem Verschütteten nun aufgegeben und damit begonnen, das Haus abzureißen. Schaulustige versammelten sich vor dem Anwesen.

Unglückshaus in Seffner, Florida: Keine Hoffnung mehr für den Verschütteten
AP/dpa

Unglückshaus in Seffner, Florida: Keine Hoffnung mehr für den Verschütteten


Seffner - Im US-Bundesstaat Florida haben am Sonntag Abrissarbeiten an einem Haus begonnen, unter dem sich vor drei Tagen ein Erdloch aufgetan hatte. Dabei war ein Mann verschüttet worden. Die Helfer konnten bis Samstag keinen Kontakt zu dem 36-Jährigen herstellen.

Die Einsatzkräfte gehen davon aus, dass der Mann bei dem Unglück in einem Vorort von Tampa ums Leben kam. "Es ist wirklich unmöglich, die Leiche zu bergen", sagte Mike Merrill vom Bezirk Hillsborough. Zugleich äußerte Merrill die Befürchtung, dass sich das Loch noch vergrößern könnte. "Es ist sehr tief. Sehr weit. Sehr instabil", sagte Merrill.

Der 36-Jährige war in der Nacht zum Freitag vom Erdboden verschluckt worden, als sich unter seinem Haus urplötzlich ein großes Loch auftat, in das das Schlafzimmer des Mannes stürzte. Fünf weitere Bewohner des Hauses konnten sich retten. Unter ihnen befand sich auch ein zweijähriges Kind.

Nach einem Bericht von CNN ist die Erdsenke bis zu 18 Meter tief und hat einen Durchmesser von rund sechs Metern. Weil das Haus jederzeit zusammenstürzen könne, werde es abgerissen. Mehr als hundert Schaulustige sahen bei den Abrissarbeiten zu.

Wie CNN weiter berichtet, seien Erdsenken in der Region nicht ungewöhnlich. Versicherungsfirmen nennen das Gebiet an der Westküste demnach "sinkhole alley", dort würden zwei Drittel der Schadensfälle mit Erdsenken in dem Bundesstaat anfallen.

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Erdfall in Florida: Mann weiter vermisst

ore/AFP



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