Weihnachtsmarkt in Erfurt Mutmaßlich betrunkener Waschbär erschossen

Erst hieß es, ein betrunkener Waschbär habe sich auf dem Erfurter Weihnachtsmarkt herumgetrieben und sei ins Tierheim gebracht worden. Jetzt wurde bekannt: Der Streuner ist tot.
Ein junger Waschbär erkundet im brandenburgischen Sieversdorf einen Garten (Archivbild)

Ein junger Waschbär erkundet im brandenburgischen Sieversdorf einen Garten (Archivbild)

Foto: Patrick Pleul/ DPA

Noch am Sonntag wurde gerätselt: Was war los mit dem offensichtlich orientierungslosen Waschbären, der über den Erfurter Weihnachtsmarkt torkelte? Hatte er am Glühwein genippt?

Das Tier sei "offensichtlich alkoholisiert" gewesen, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur dpa. Man habe es in ein Tierheim gebracht. Inzwischen stellt sich der Sachverhalt etwas anders dar: Der Waschbär sei nicht gerettet, sondern erschossen worden, berichtet der MDR Thüringen unter Berufung auf einen Tierheim-Sprecher.

Der Waschbär sei erschöpft gewesen und habe sich am Samstagmittag vor dem Erfurter Rathaus unter einem Mülleimer ausgeruht. Später habe er sich aufgerappelt und sei verwirrt durch die Gegend gelaufen. Ein Security-Mitarbeiter des Weihnachtsmarktes habe ihn auf den Stufen eines Hauseingangs gefunden und die Feuerwehr alarmiert.

Wie das Tierheim auf seiner Facebook-Seite mitteilte, soll daraufhin der Stadtjäger den Waschbären bei der Feuerwehr abgeholt und dann erschossen haben. Bei Twitter entbrannte daraufhin eine hitzige Debatte über den Tod des Tieres.

Waschbären stehen in Deutschland nicht unter Naturschutz, sie dürfen gejagt werden. Allerdings dürfen sie nicht in Städten und Gemeinden getötet werden. Im Jagdjahr 2017/2018 wurden laut Deutschem Jagdverband  bundesweit 172.549 Waschbären getötet.

ala/dpa
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