Erneut Randale in Berliner Schwimmbad Dutzende Jugendliche stürmen Sprungturm

Zum wiederholten Mal ist es in einem Berliner Schwimmbad zu einem Polizeieinsatz gekommen. Der Grund: Etwa 50 Teenager enterten einen Sprungturm im Olympiabad.
Sprungturm im Sommerbad Olympiastadion

Sprungturm im Sommerbad Olympiastadion

Foto: Annette Riedl / picture alliance / dpa

Im Olympiabad in Charlottenburg ist es am Sonntagabend gegen 19 Uhr zu mutmaßlich geplanter Randale gekommen: Wie ein Sprecher der Bäder-Betriebe sagte, stürmte eine Gruppe von etwa 50 Jugendlichen am Abend den Sprungturm. Die Polizei musste alarmiert werden, das Bad wurde geschlossen.

Möglicherweise sei die Krawallaktion geplant und per Flashmob gestartet worden, so die Polizei. Das habe alles sehr plötzlich und sehr gesteuert gewirkt, sagte der Sprecher. Das Freibad sei zu dieser Uhrzeit schon etwas leerer gewesen. Wie viele Polizisten im Einsatz waren und ob es Festnahmen gab, war zunächst noch unklar.

Im Neuköllner Columbiabad wurde in der Nacht zu Montag im Kassenhaus eingebrochen. Die Einbrecher versuchten offenbar, einen Tresor aufzubrechen, das sei ihnen aber nicht gelungen, sagte der Polizeisprecher. Allerdings richteten sie schwere Schäden an, die am Montag repariert werden mussten, sodass das Bad erst später öffnen konnte.

Im Lauf des Sommers waren bereits drei größere Vorfälle, bei denen die Polizei in Freibädern eingreifen musste, bekannt geworden. Im Bad am Insulaner in Steglitz und im Neuköllner Columbiabad waren aus kleineren Streitereien zwischen Jugendlichen und jungen Männern heftige Tumulte entstanden. Wachleute mussten eingreifen, schließlich rückte jeweils ein größeres Polizeiaufgebot an.

Viele Randalierer sind bekannt, aber das erteilte Hausverbot lässt sich am Eingang kaum kontrollieren. Rund 170 Wachleute von privaten Sicherheitsfirmen sind an heißen Wochenenden in Berliner Freibädern im Einsatz. 1,5 Millionen Euro geben die Bäder dafür pro Jahr aus.

ala/dpa
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