+++EM-Newsblog+++ Spanische Fans verprügeln Supermarkt-Angestellten

Hässliche Szenen vor dem Spiel Spanien gegen die Türkei: Spanische Fans verprügelten einen Supermarkt-Mitarbeiter, weil der kein Bier verkaufen wollten, drei andere wurden wegen Neonazi-Bannern verhaftet.

Spanische Fans beim Spiel gegen die Türkei
AFP

Spanische Fans beim Spiel gegen die Türkei


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Sechs spanische Fans festgenommen

Die Polizei hat in Nizza drei spanische Ultra-Fans verhaftet, weil sie Neonazi-Abzeichen getragen haben. Drei weitere Spanier wurden festgenommen, als sie versuchten, Leuchtfeuer ins Stadion zu schmuggeln, teilte die Polizei mit. Die Uefa hat Leuchtfeuer strikt verboten. Beim Spiel Tschechien gegen Kroatien flogen aus dem kroatischen Block aber gleich mehrere der bengalischen Feuer auf den Platz. Auch den türkischen Fans war es gelungen, Leuchtfeuer mit ins Stadion zu bringen.

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Spanien schafft höchsten Turniersieg

Burak Yilmaz verliert das Kopfballduell gegen Sergio Ramos
DPA

Burak Yilmaz verliert das Kopfballduell gegen Sergio Ramos

Die EM hat am Freitag den bisher höchsten Sieg des Turniers gesehen: Spanien besiegte die harmlosen Türken 3:0. Damit schaffte Spanien als drittes Team nach Frankreich und Italien, das sich mit 1:0 gegen Schweden durchsetzte, den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale. Die Türkei hat dagegen nur noch theoretische Chancen auf ein Weiterkommen. Tschechien wahrte dagegen durch das 2:2 gegen Kroatien seine Chance, während die Kroaten noch nicht sicher im Achtelfinale sind. In dem Spiel kam es zu einer kurzzeitigen Unterbrechung, nachdem aus dem kroatischen Fanblock bengalische Feuer und Böller auf das Spielfeld geworfen worden waren. Die Uefa will dazu am Samstag ein Ermittlungsverfahren aufnehmen.

Am Samstag geht es weiter in Gruppe E mit den Partien Belgien - Irland, das Überraschungsteam aus Island spielt in Gruppe F gegen Ungarn und am späten Abend trifft Österreich auf Portugal.

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Spanische Fans verprügeln Supermarktmitarbeiter

Vor dem EM-Vorrundenspiel zwischen Spanien und der Türkei (3:0) sind elf spanische Fußball-Fans von der Polizei in Nizza vorläufig festgenommen worden. Darunter befanden sich auch zwei Anhänger, die einen Supermarktmitarbeiter geschlagen hatten. Dieser hatte sich geweigert, ihnen Alkohol zu verkaufen. Das gaben die Behörden am Abend bekannt.

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Kroatiens Verbandsboss Suker beschwert sich über passive Behörden

Verbandspräsident Davor Suker hat nach dem skandalösen Verhalten einiger Fans während des EM-Spiels gegen Tschechien (2:2) die passive Haltung der nationalen Behörden getadelt. "Wir haben seit 15 Jahren ein Hooliganproblem und keiner kümmert sich darum. Keine Politiker, keine Regierung, keine Richter", sagte der 48 Jahre alte Chef des kroatischen Verbands HNS. Das Gruppenspiel in Saint-Etienne war in der 86. unterbrochen worden, weil Zuschauer Feuerwerkskörper auf das Spielfeld geworfen hatten. Zudem kam es zu Prügeleien unter den Anhängern auf der Tribüne.

"Das waren vielleicht 100 Leute, die dafür gesorgt haben, dass wir über so etwas sprechen müssen. Sie kommen hier her und zerstören das tolle Spiel", sagte Suker, der bei der Lösung des Problems offenbar völlig verzweifelt ist. "Wenn Sie mir helfen wollen", sagte er den Journalisten, "dann schreiben Sie eine Mail an meine Regierung."

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Uefa ermittelt wegen Kroatien-Spiels

Ordner beim Löschversuch
AFP

Ordner beim Löschversuch

Die Uefa wird am Samstag ein Ermittlungsverfahren im Fall Kroatien aufnehmen. Grund ist das skandalöse Verhalten der Fans. Dem kroatischen Verband droht eine drakonische Strafe. "Das sind keine Fans, das sind Terroristen, das tut so weh. Die machen alles kaputt", schimpfte der kroatische Trainer Ante Cacic auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. "Das ist eine Schande vor den Augen ganz Europas. Wir sind sehr traurig, obwohl wir ein wunderbares Spiel abgeliefert haben."

Beim kroatischen Auftaktspiel gegen die Türkei (1:0) war ein Fan auf den Platz gestürmt und hatte Torschütze Luka Modric einen Kuss auf die Wange gedrückt. Auch hier läuft ein Uefa-Verfahren gegen den Verband.

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Rückendeckung für Claudia Neumann

Bei Twitter haben viele Nutzer die Qualität der Kommentatorin Claudia Neumann gewürdigt. "Bin dafür, dass Claudia #Neumann ein Deutschland-Spiel kommentiert. Da würde sich ein noch viel größeres Publikum entlarven. #2016", schreibt Philipp Be. "Liebe Frau #ClaudiaNeumann, ich finde Sie super! Lassen Sie sich bitte nicht von den hirnlosen Mittelalter-Machos unterkriegen!", kommt von Stadthuhn. Bernd 1893 schreibt: "Eigentlich hätte dieser Kick keinen Sieger verdient gehabt. Daher küre ich Reporterin Claudia #Neumann zur Gewinnerin. Rubidus 73 bedankt sich für die gelassene und trotzdem unterhaltsame Art zu kommentieren und Patrick Schneider findet sie super: "Die hat richtig Ahnung und stellt sich selbst nicht in den Mittelpunkt."

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Air-France-Piloten streiken zum Achtelfinale

Die Piloten der Fluggesellschaft Air France wollen zum zweiten Mal während der EM streiken. Drei Pilotengewerkschaften riefen zu einem Ausstand vom 24. bis zum 27. Juni auf - vom 25. bis zum 27. Juni werden die Achtelfinalspiele ausgetragen. Die Piloten verlangen unter anderem Beschäftigungszusagen und protestieren gegen eine Senkung ihrer Zulagen. Derzeit wird Frankreich von einer ganzen Reihe von Streiks, Demonstrationen und Blockaden erschüttert. Die meisten Protestaktionen richten sich gegen eine Arbeitsmarktreform, mit der Staatschef François Hollande im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit die 35-Stunden-Woche und den Kündigungsschutz lockern will.

@@19.46

Tschechien - Kroatien wird fortgesetzt

Bengalische Feuer auf dem Rasen
AFP

Bengalische Feuer auf dem Rasen

Nach einer vierminütigen Spielunterbrechung ist das Spiel Tschechien gegen Kroatien fortgesetzt worden. Zuvor waren aus dem kroatischen Block mehrfach bengalische Feuer auf das Spielfeld geworfen worden und es kam zu wilden Schlägereien. Beim Löschversuch wurde ein Ordner beinahe von einem Böller getroffen.

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Spielabbruch beim Match Tschechien gegen Kroatien

Nachdem Feuerwerkskörper auf den Platz geflogen waren und ein Böller nahe einem Ordner hochging ist das Spiel Tschechien gegen Kroatien in St. Etienne kurz vor Schluss unterbrochen.

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Nordirland will auch gegen Deutschland mit Trauerbinde spielen

Die nordirische Fußballnationalmannschaft möchte auch gegen Deutschland mit Trauerflor auflaufen. Der Verband werde eine entsprechende Anfrage stellen, hieß es, nachdem im Stadion von Lyon ein 62-jähriger Fan gestorben war. "Wir waren alle geschockt, als wir diese traurigen Neuigkeiten nach dem Spiel gehört haben", wird Trainer Michael O'Neill zitiert. Den Angaben zufolge war der Mann bereits um die Anstoßzeit beim 2:0 gegen die Ukraine an einem Herzinfarkt gestorben. Schon in dieser Partie war EM-Neuling Nordirland mit Trauerflor gegangen, weil in der Nacht nach dem Auftaktspiel gegen Polen ein Fan in Nizza tödlich verunglückt war. Nordirland trifft am Dienstag in Paris auf Weltmeister Deutschland.

@@18.45

Italiens Fluglotsen im Kurzstreik

Wenn es um Fußball geht, sind die Italiener kompromisslos. Die Fluglotsen des Landes haben einen Streik genau in die Zeit der Begegnung Italien gegen Schweden gelegt. Um 13 Uhr, und damit zwei Stunden vor Anpfiff, begann der Arbeitskampf, der bis 17 Uhr dauerte - also bis kurz nach Spielende. Hunderte Flüge fielen aus, unzählige weitere hatten Verspätung. Die Fluglotsen und alle anderen italienischen Fans konnten jubeln: Ihr Team siegte 1:0 und zog ins Achtelfinale ein. Bei dem Streik ging es übrigens um drohende Rentenkürzungen. Schon am Montagabend fuhren Busse und U-Bahnen in Rom wegen eines Streiks nur sporadisch und mit Verspätungen - zeitgleich erspielte die italienische Mannschaft in Frankreich einen 2:0-Sieg gegen Belgien. Italienreisende sollten sich also auf weitere Kurzstreiks einstellen.

@@18.26

Übermannt

Nach dem Tod seines Vaters am Sonntag ist Kroatiens Kapitän Darijo Srna gegen Tschechien wieder dabei. Beim Abspielen der Nationalhymne brach der 34 Jahre alte Verteidiger von Schachtjor Donezk in Tränen aus. Der Moment sorgt auf Twitter für große Anteilnahme.

@@18.12

Lille muss Fanmeile wegen Regens schließen

Die Fanmeile im nordfranzösischen EM-Spielort Lille ist am Nachmittag wegen heftigen Regens geschlossen worden. Die Fanzone werde wieder öffnen, sobald die Wetterbedingungen es erlaubten, teilte der Gemeindeverband auf seiner Webseite mit. Im Stadion Pierre-Mauroy von Lille werden insgesamt sechs EM-Spiele ausgetragen, zuletzt hatte am Mittwoch Russland gegen die Slowakei gespielt. Für Sonntag steht dort die Partie Schweiz gegen Frankreich auf dem Plan.

@@18.05

Spielerkauf

Einige englische Fans sind mit der bisherigen Leistung ihres Außenstürmers Raheem Sterling unzufrieden. Um ihn aus der Mannschaft herauszukaufen, hat ein Anhänger auf einer Crowdfunding-Plattform 200 Pfund eingesammelt. Trainer Roy Hodgson werde den Spieler von Manchester City in der Mannschaft behalten, "deshalb ist es an uns, ihn aus Frankreich zu bekommen", schreibt der Initiator. Beim 1:1 gegen Russland blieb Sterling blass, im Duell mit Wales musste er zur Halbzeit runter. Offenbar blieb der Bestechungsversuch wirkungslos - nun will der Initiator das gesammelte Geld an ein Hospiz spenden.

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Bonjour Tristesse

Was machen eigentlich unsere Nachbarn in den Niederlanden? Wahrscheinlich Fußball gucken - am Strand in Holland ist jedenfalls nichts los.

@@16.47

Unentschieden entspannt Verhältnis zu Polen

Ein maues Unentschieden kann auch seine guten Seiten haben: Bundespräsident Joachim Gauck und die polnische Ministerpräsidentin Beata Szydlo haben das 0:0 beim deutsch-polnischen EM-Spiel als entspannenden Faktor im Verhältnis beider Länder gewertet. "Die Fußballspieler haben uns geholfen, dass die Atmosphäre entspannt ist", sagte Gauck. Auch Sydlo freute sich über das Remis. Die Beziehungen zwischen Berlin und Warschau sind unter anderem durch die Flüchtlingspolitik massiv belastet.

@@16.24

Staatsanwaltschaft Köln beantragt Haftbefehl gegen russische Hooligans

Der brutale Angriff russischer Hooligans auf spanische Touristen in Köln hat ein Nachspiel. Die Staatsanwaltschaft will wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung gegen fünf Verdächtige Haftbefehl beantragen. Gegen den sechsten - der später auf dem Flughafen Köln/Bonn gefasst worden war - werde noch ermittelt, sagte ein Polizeisprecher. Die Männer sollen am Donnerstag auf der Kölner Domplatte drei spanische Touristen verprügelt haben. Unklar ist noch, ob die Männer auch an den Ausschreitungen russischer Hooligans in Marseille beteiligt waren.

@@15.58

Uefa-Ermittlungsverfahren gegen Ungarn und Rumänien

Über den russischen Fußball-Verband hat die Uefa schon geurteilt, nun müssen auch Ungarn und Rumänien wegen des Fehlverhaltens der eigenen Fans eine Strafe seitens der Disziplinarkommission der Uefa fürchten. Die ungarischen Anhänger zündeten im Gruppenspiel gegen Österreich (2:0) Pyrotechnik, die Fans der Rumänen in der Partie gegen die Schweiz (1:1). Gegen beide Verbände wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

@@15.38

Putin kommentiert EM-Ausschreitungen

Eindeutig uneindeutig: Der russische Staatspräsident Wladimir Putin hat die blutigen Ausschreitungen von Marseille während der Fußball-EM als "Schande" verurteilt - gleichzeitig aber auch Zweifel an der Schuld seiner Landsleute angemeldet. "Ich verstehe wirklich nicht, wie 200 von unseren Fans mehrere tausend Engländer aufgemischt haben sollen", sagte Putin in Sankt Petersburg - laut der Nachrichtenagentur AFP ironisch.

Die Vorfälle, vor allem die Festnahmen von 43 russischen Staatsbürgern im Anschluss, hatten eine kleine diplomatische Krise zwischen Russland und Frankreich ausgelöst. So hatte Russland nach den Festnahmen russischer Fußballanhänger den französischen Botschafter einbestellt.

Am Samstag müssen 20 verdächtige Russen Frankreich verlassen, gegen drei Russen wurden Haftstrafen verhängt. Verurteilt wurden auch sechs Fans aus England, zwei aus Frankreich und einer aus Österreich. Ein weiterer Franzose kam mit einer Bewährungsstrafe davon.

@@ 15:08 Uhr

Pressestimmen zu #GERPOL

Der Bundestrainer selbst legte nach dem zähen 0:0 gegen Polen den Finger in die Wunde: "Wir haben zu oft zu früh die Geschwindigkeit aus dem Spiel genommen, sind deshalb nicht in die Räume gekommen, in die wir kommen wollten", sagte Joachim Löw. Die italienische Tageszeitung "Corriere della Sera" ist da noch nüchterner und kommentiert: "Langsames Deutschland".

Lesen Sie hier, wie die internationalen Medien die Leistungen der beiden Mannschaften bewerten (Spoiler: Die Polen kommen dabei besser weg als die DFB-Elf).

Und falls Sie mehr über die deutsche Langsamkeit erfahren wollen - hier lesen Sie eine Analyse unserer Experten zur Offensivschwäche der DFB-Elf.

@@ 13:51 Uhr

Russische Hooligans stürmen LGBT-Klub

Wie unterschiedliche Medien berichten, haben Hooligans einen Nachtklub in der russischen Großstadt Jekaterinburg gestürmt, der vor allem in der LGBT-Szene bekannt ist.

Die Männer seien nach Russlands Niederlage gegen die Slowakei am Mittwoch wütend gewesen und hätten homophobe Sprüche gerufen, nachdem sie Klubbesucher auf der Straße gesehen hätten. Laut einem Zeugen stürmten sie dann in den Klub.

Die Männer schossen mit Luftgewehren und verletzten so zwei Menschen. Der Klubmanager bestätigte zudem, dass einem Mann die Nase und ein Bein gebrochen wurden.

Die Fußball-EM in Frankreich wird seit ihrem Start von Hooligan-Gewalt überschattet - zuletzt gab es aber auch Übergriffe außerhalb Frankreichs: So attackierten russische Hooligans am Donnerstagabend in Köln spanische Touristen. Die Angreifer befanden sich nach ersten Erkenntnissen der Behörden auf dem Rückweg von der Fußball-EM.

Der Vorfall von Jekaterinburg weckt zudem Erinnerungen an das schreckliche Massaker vom Wochenende: Am Sonntag hatte der Attentäter Omar Mateen 49 Besucher eines LGBT-Nachtklubs in Florida erschossen. Familienmitglieder hatten ihn als homophob beschrieben; er selbst berief sich auf den Islamischen Staat.

@@ 12:58 Uhr

Wieder Hitlergruß auf Berliner Fanmeile

Auf der Berliner EM-Fanmeile hat schon wieder ein Mann den Hitlergruß gezeigt. Die Polizei nahm am Donnerstagabend bei der Übertragung des Spiels Deutschland-Polen einen 42-Jährigen fest, weil er während der Nationalhymne den rechten Arm in die Höhe reckte und dazu sang. Die Polizisten notierten die Personalien des Betrunkenen. Ermittelt wird jetzt wegen des Zeigens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Schon während des ersten Spiels der DFB-Elf bei der Fußballeuropameisterschaft hatten am vergangenen Sonntag auf der Fanmeile am Brandenburger Tor einige Männer den Hitlergruß gezeigt. In Lille hatten am selben Tag deutsche Hooligans randaliert und den Hitlergruß gezeigt.

Wie die Polizei mitteilte, verlief das Public Viewing am Donnerstag in Berlin aber insgesamt friedlich und ohne besondere Zwischenfälle. Auch die erhöhten Sicherheitsvorkehrungen ließen die Fans laut Behörden erneut geduldig über sich ergehen.

Die Berliner Fanmeile hatte zum zweiten Spiel der DFB-Elf ein steigendes Besucherinteresse verzeichnet - laut Angaben der Veranstalter kamen zwischen 50.000 und 100.000 Zuschauer.

@@ 12:07 Uhr

Uefa kritisiert Zustand des Rasens: "Nicht ideal"

Die EM-Organisatoren haben die Platzverhältnisse in drei der zehn EM-Stadien kritisiert. "Mit einigen der Rasen sind wir nicht zufrieden. Sie könnten besser sein", sagte Turnierdirektor Martin Kallen. In Marseille sind die Probleme am größten, im Stade de France in Saint-Denis und in Lille sei es "in Ordnung, aber nicht ideal", hieß es bei der Uefa. "Wir haben hier Probleme, die Plätze sind nicht in einem Top-Zustand, aber wir tun unser Bestes", sagte Kallen.

Jonas Hector beim Spiel Deutschland-Ukraine
AP

Jonas Hector beim Spiel Deutschland-Ukraine

Wegen des schlechten Zustands des Rasens im Stade Vélodrome von Marseille können die Teams von Island und Ungarn ihre Abschluss-Trainingseinheiten vor dem Duell heute nicht wie geplant im EM-Stadion absolvieren. Nach dem 2:0-Sieg der Franzosen am Mittwochabend gegen Albanien hatte bereits Frankreichs Trainer Didier Deschamps den Platz als "Desaster" bezeichnet.

Spielszene aus dem Duell Frankreich gegen Albanien
REUTERS

Spielszene aus dem Duell Frankreich gegen Albanien

Wenige Wochen vor Beginn der Europameisterschaft hatte die Rockgruppe AC/DC im Stadion von Marseille noch ein Konzert gegeben. Aber auch die Wetterbedingungen und der teilweise heftige Regen haben zuletzt zur Verschlechterung der Plätze beigetragen. Man könne im Notfall auch den Rasen kurzfristig austauschen lassen, sagte Kallen. "Aber das wollen wir eigentlich nicht. Das muss man sich gut überlegen."

@@ 11:34 Uhr

#GERPOL bringt ZDF Traumquote

Für manchen Zuschauer mag sich das Spiel der deutschen Elf gegen Polen gezogen haben (lesen Sie hier nach, wie sich das Social Web trotzdem die Spielzeit vertrieb):

Für das ZDF war die Übertragung aber trotz der viel bemängelten Zähigkeit ein Quotenerfolg: 27,32 Millionen Zuschauer sahen am Donnerstag das 0:0 gegen Polen, der Marktanteil lag bei 73,3 Prozent. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen betrug der Anteil sogar 79,1 Prozent. Zum Vergleich: Den Auftakt gegen die Ukraine (2:0) hatten in der ARD 26,57 Millionen gesehen.

Auch mit den beiden anderen Spielen am Donnerstag erreichte das ZDF starke Reichweiten: Die Begegnung zwischen Nordirland und der Ukraine (2:0) verfolgten ab 18 Uhr 8,08 Millionen, das Duell am Nachmittag zwischen England und Wales (2:1) sahen 5,89 Millionen.

Das EM-Spiel mit der höchsten Zuschauerquote überhaupt in Deutschland erreichte das ZDF übrigens 2008, als die Nationalelf im Halbfinale 2008 gegen die Türkei spielte. Das Spiel sahen 29,46 Millionen Menschen. Falls Sie auch noch wissen wollen, welches Länderspiel zwar mit Zuschauern, aber komplett ohne Stadionbesucher auskommen musste -hier haben wir für Sie kuriose Fakten über EM-Zuschauer gesammelt.

eth/brt/dpa/sid/Reuters



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