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22. Juni 2008, 17:13 Uhr

Europameisterschaft

Risikosportart Autokorso

Verletzungsgefahr im Freudentaumel: Das Schiebedach geöffnet, Fahne und Kopf im Wind - in Landshut endete der Autokorso für einen 24-Jährigen im Krankenhaus. Der Fahrer des Wagens hatte seinen aus dem Auto ragenden Kumpel offenbar vergessen - und scheiterte an der Höhenbegrenzung eines Parkhauses.

Landshut - Endstation Klinik: Für einen Fußballfan in Landshut endete der Autorkorso nach dem Sieg Russlands im EM-Viertelfinale gegen die Niederlande im Krankenhaus. Nach Angaben der Polizei stand der 24-Jährige in der Nacht zum Sonntag auf dem Beifahrersitz eines Autos und ragte fahnenschwingend mit dem ganzen Oberkörper aus dem geöffneten Schiebedach heraus.

Der 23-jährige Fahrer vergaß dies offensichtlich und fuhr in ein Parkhaus ein. Dabei prallte sein Freund mit dem Kopf gegen die Betonumrahmung der Einfahrt. Der 24-Jährige zog sich eine Gehirnerschütterung und eine große Platzwunde zu.

Verschollen im Freudentaumel

Am Freitagnachmittag ist ein 75 Jahre alter Rentner in Lauingen (Landkreis Dillingen) mit seinem Traktor unfreiwillig in einen Autokorso türkischer Fußballfans geraten. Wie die Polizei am Samstag in Dillingen mitteilte, hatte sich der frühere Landwirt am Freitagnachmittag auf dem Nachhauseweg von einem Recyclinghof mit seinem Traktor verfahren.

Familienangehörige meldeten den Mann gegen 21 Uhr als vermisst. Daraufhin starteten die Beamten eine Suchaktion und fanden den Vermissten inmitten jubelnder Fans. Die Beamten verständigten die Angehörigen, die den 75-Jährigen samt Traktor sicher nach Hause brachten.

han/ddp/dpa

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