Evakuierung Buschbrände bedrohen Oklahoma-City

Zahlreiche Wald- und Buschbrände wüten in den US-Bundesstaaten Texas, Oklahoma und New Mexiko. Starke Winde fachen die Flammen an, die Behörden riefen die Menschen auf, ihre Häuser zu verlassen. Betroffen sind auch Viertel der 500.000-Einwohner-Stadt Oklahoma-City.


Washington - Allein aus Oklahoma wurden mindestens ein Dutzend Brandherde gemeldet. Starker Wind bis zu 80 Kilometer pro Stunde und hohe Temperaturen fachten die Flammen zusätzlich an. Wie der regionale Rundfunk am Sonntag (Ortszeit) berichtete, mussten Teile der 500.000-Einwohner-Stadt Oklahoma City evakuiert werden, als die Flammen den nordöstlichen Stadtrand erreichten. Der Gouverneur des Bundesstaates Oklahoma, Brad Henry, warnte vor "extrem gefährlichen" Wetterbedingungen und rief die Bevölkerung zu "äußerster Vorsicht" auf.

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Flammenmeer: Waldbrände bedrohen Südwesten der USA

In Texas tobten mindestens 20 Brände; ein 3200 Hektar großes Feuer bedrohte bis zu 200 Häuser bei Carbon, rund 200 Kilometer westlich von Dallas. Obwohl sich die Brände laut Feuerwehr weitgehend unter Kontrolle befanden, versuchten die Behörden weiter, die Menschen zum Verlassen ihrer Häuser zu bewegen, da hohe Temperaturen und starke Windböen die Flammen jederzeit wieder anfachen könnten.

Einsatzkräfte, die das Gebiet Nord- und West-Texas überflogen hatten, berichteten gestern Nachmittag, dass die beiden Dörfer Ringgold und Kokomo, in denen etwa 125 Menschen leben, komplett zerstört worden seien. In Hobbs in New Mexico wurden zahlreiche Wohnhäuser sowie eine Schule und ein Spielcasino evakuiert.

Bereits in der vergangenen Woche hatten Buschbrände in der Region mehr als 20.000 Hektar Land vernichtet und fast 100 Häuser zerstört. Vier Menschen kamen ums Leben.



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