Experten Bergung des Fischkutters vielleicht unmöglich


Tokio - Japanische Experten haben sich skeptisch über eine Bergung des mit einem amerikanischen Atom-U-Boot kollidierten japanischen Fischerei-Schulschiffs vor Hawaii geäußert. Technisch gesehen dürfte es schwierig sein, ein rund 500 Tonnen schweres Schiff aus einer Meerestiefe von 550 Metern zu bergen, zitierte die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Montag einen Experten.

Japan hatte die USA aufgefordert, den Fischkutter zu bergen. Nach Darstellung japanischer Experten könnte es jedoch schwierig sein, um das am Meeresgrund liegende Schiff Trossen zu legen, da Taucher bei einer Tiefe von mehr als 300 Metern nicht arbeiten könnten.

Der Fall des gesunkenen russischen Atom-U-Bootes "Kursk" vom vergangenen August habe gezeigt, wie kompliziert die Bemühungen zum Erreichen und Retten der Besatzung selbst bei einer Tiefe von 100 Metern seien. Es sei nun lediglich zu hoffen, dass die USA über geeignete Spezialgeräte und entsprechende Erfahrung verfügen, zitierte Kyodo einen weiteren Bergungsfachmann. Die USA hatten eine umfassende Aufklärung des Unglücks vor Hawaii versprochen.



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