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13. August 2014, 16:54 Uhr

Kein Lebenszeichen

Deutscher Extremsportler in Grönland vermisst

Die grönländische Polizei hat mit einem Hubschrauber nach einem Extremsportler aus Niedersachsen gesucht - ohne Erfolg. Der 47-Jährige gilt seit mehreren Wochen als vermisst. Er war allein zu einer Trekking-Tour aufgebrochen.

Verden - Ein Extremsportler aus Niedersachsen wird seit fast einem Monat in Grönland vermisst. Der 47-Jährige aus dem Landkreis Verden habe am 15. Juli ohne Begleitung eine Trekking-Tour begonnen und gelte seit dem 18. Juli als vermisst, teilte die Polizei mit. Er wollte eine 280 Kilometer lange Strecke per Boot und zu Fuß bewältigen.

Der 47-Jährige sei Triathlet und Marathonläufer, berichtete der "Weser Kurier". "Wir haben Kontakt mit den Behörden in Grönland", sagte Polizeisprecher Helge Cassens. Wenn es einen Hinweis gebe, werde er benachrichtigt. Die grönländische Polizei habe ohne Erfolg mit einem Hubschrauber nach dem Vermissten und seiner Ausrüstung gesucht.

Nach Angaben auf seiner Internetseite startete der Extremsportler in Kangerlussaq in Westgrönland und wollte in der unwegsamem Küstenregion innerhalb von zwei Wochen bis Manitsoq laufen und im Schlauchboot paddeln. Die Tour sollte 110 Kilometer über Berge und Gletscher und 170 Kilometer durch Fjorde und entlang der Küste führen. Sie diente auch dazu, Spenden für eine Skateranlage zu sammeln. Der Vermisste verfügte nach eigenen Angaben über große Erfahrung bei Trekking-Touren in abgelegenen Gebieten der Nordhalbkugel.

wit/dpa

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