Extremwetter Waldbrände und überspülte Straßen

Hitze in Brandenburg, Gewitter in Baden-Württemberg: Teile Deutschlands hatten mit den Folgen des Wetters zu kämpfen. Es soll vorerst ungemütlich bleiben.

Ein Hubschrauber kreist über Jüterbog in Brandenburg
Julian Stähle/DPA

Ein Hubschrauber kreist über Jüterbog in Brandenburg


Zu Wochenbeginn haben Gewitter und Hitze das Wetter in Deutschland bestimmt. In Niedergörsdorf in Brandenburg maß eine Station 35,1 Grad - das ist laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) Rekord im laufenden Jahr.

Die Hitze hat Folgen: Bei Jüterbog brannten 250 Hektar Wald, bei Hennickendorf etwa 60 Hektar. Feuerwehrleute hatten die Flammen am Montagabend unter Kontrolle. Löschen konnten sie die Brände aber nicht, da beide Gebiete frühere Truppenübungsplätze sind und Munition explodieren könnte. Die Feuer sollen kontrolliert abbrennen.

Andere Bundesländer hatten nicht mit Hitze, sondern eher mit Regen zu kämpfen - besonders Hessen und Thüringen. Das Unwetter beeinträchtigte zeitweise den Flugverkehr am Frankfurter Flughafen. 69 Starts und 70 Landungen seien ausgefallen, sagte ein Sprecher des Airports.

Mit 46 Litern pro Stunde und Quadratmeter maß der DWD in Hohenstein-Breitenhardt (Rheingau-Taunus-Kreis) die stärksten Niederschläge. Platz zwei auf der Regenrangliste belegte am Montag mit 41 Litern die Gemeinde Südeichsfeld im thüringischen Unstrut-Hainich-Kreis. Der Raum Pforzheim in Baden-Württemberg erreichte ähnlich hohe Werte. Bäume stürzten wegen des Regens um, Straßen wurden überspült.

"Dann ist die Gewitterluft erst mal raus"

Das Wetter soll laut DWD unbeständig bleiben, aber weniger extrem ausfallen. Am Oberrhein und in Ostdeutschland könnten Temperaturen jenseits der 30 Grad erreicht werden.

Ab Dienstagnachmittag könne es vor allem im Nordwesten Deutschlands gewittern, sagte ein DWD-Sprecher. Ein ähnliches Bild erwartete er für den Mittwoch. Am Donnerstag sollte sich dann nur noch Ostdeutschland auf größere Gewitter einstellen. Dann soll kühlere Luft nach Deutschland kommen. "Dann ist die Gewitterluft erst mal raus", sagte ein DWD-Sprecher.

jpz/dpa

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