Verdacht auf Nervengift Sarin Auffälliges Paket - Facebook evakuiert Poststelle

Das US-Unternehmen Facebook hat die Poststelle seiner Firmenzentrale im kalifornischen Menlo Park räumen lassen. Bei einer Routineuntersuchung waren Spuren des Nervengifts Sarin gefunden worden.

Facebook-Firmenzentrale: Verdacht auf Nervengift Sarin
JOHN G MABANGLO/EPA-EFE/REX

Facebook-Firmenzentrale: Verdacht auf Nervengift Sarin


Alarm in der Facebook-Zentrale: Das Unternehmen hat im kalifornischen Menlo Park vier Gebäude evakuieren lassen. Der Grund: Das potenziell tödliche Giftgas Sarin soll in einer Sendung an den Internetriesen enthalten gewesen sein. Dies berichten US-Medien in Berufung auf die Feuerwehr.

Detektoren des Unternehmens hätten bei der Routineuntersuchung auf Sarin angeschlagen, hieß es. Experten der Feuerwehr prüften nun den Verdacht. Auch das örtliche FBI soll in die Ermittlungen eingebunden sein.

"Ein an eine unserer Poststellen gesandtes Paket wurde als verdächtig eingestuft. Wir haben vier Gebäude räumen lassen und führen eine umfassende Untersuchung in Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden durch", teilte Unternehmenssprecher Anthony Harrison der "Los Angeles Times" mit.

Mit dem geruch- und farblosen Kampfstoff wurden in der Vergangenheit Anschläge auf Menschen verübt, etwa 1995 in der U-Bahn von Tokio. Laut Uno-Berichten wurde Sarin auch im Syrienkrieg eingesetzt.

Experten untersuchen die Firmenzentrale in Menlo Park
JOHN G MABANGLO/EPA-EFE/REX

Experten untersuchen die Firmenzentrale in Menlo Park

Bei Facebook sei allerdings niemand der Chemikalie ausgesetzt gewesen oder verletzt worden, sagte der örtliche Feuerwehrchef Harold Schapelhouman der Zeitung. Ein sogenannter Open-Air-Test auf Sarin sei negativ gewesen. Zunächst hieß es, zwei Mitarbeiter seien möglicherweise in Kontakt mit der Substanz gekommen. Sie zeigten jedoch keine Symptome eines Kontaktes wie etwa Sehstörungen, Krämpfe oder Atemnot.

Ob die Sendung tatsächlich Saringas oder überhaupt eine gefährliche Substanz enthielt, war zunächst unklar. "Manchmal machen Maschinen Fehler", sagte Schapelhouman der "LA Times" mit Blick auf die Verdachtsmeldung.

Sarin ist ein farb- und nahezu geruchloser chemischer Kampfstoff. Beim Einatmen hoher Sarin-Konzentrationen können innerhalb weniger Sekunden Bewusstlosigkeit und Krämpfe eintreten, gefolgt von Atemstillstand. Bei geringeren Konzentrationen schreiten die Vergiftungssymptome deutlich langsamer voran.

ala/dpa/Reuters



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