Falsche Bombendrohung Betrunkener Deutscher zwingt Airbus zur Umkehr

Mit einer falschen Bombendrohung hat ein Deutscher eine Linienmaschine der österreichischen Fluggesellschaft Austrian Airlines zur Rückkehr nach Wien veranlasst. Der 28-Jährige wollte einen Zechkumpanen nicht nach Hause fliegen lassen.


Wien - Die beiden deutschen Geschäftsmänner hatten sich in Wien offenbar zufällig getroffen und einen feucht-fröhlichen Samstagnachmittag verbracht, berichtete die Polizei. Der ältere der beiden, ein 34-jähriger Wirtschaftsprüfer, verschob demnach seinen Flug zwei Mal, wollte dann am Abend aber endgültig
die Heimreise antreten. Sein Freund habe daraufhin erklärt: "Ich
wett' mit dir, du fliegst nicht heim." Der Zurückgebliebene habe
mehrmals bei der Austrian Airlines angerufen und gebeten, den Mann nicht an Bord zu lassen. Mit der Bombendrohung erreichte der Unternehmer schließlich sein Ziel - das Flugzeug kehrte mit rund 120 Passagieren nach Wien zurück.

Die Polizei kam dem Anrufer jedoch schnell auf die Schliche: Er hatte seinen eigenen Namen und den Namen seines Freundes sowie die Telefonnummer angegeben. Als die Polizei im Hotel eintraf, schlief der betrunkene Deutsche bereits seinen Rausch aus. Er hatte nach Berechnungen der Ärzte noch immer etwa 2,5 Promille Alkohol im Blut. Der vermeintliche Terrorist muss mit einer Anklage der österreichischen Behörden und einer Gefängnisstrafe von maximal drei Jahren ohne Bewährung rechnen.

kai/AP/dpa



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