Falscher Brotaufstrich US-Grenzer stoppen australischen Minister

Die Paste ist dunkelbraun und zäh, doch Australier lieben Vegemite - nun sorgt der gar für diplomatische Verwicklungen: US-Fahnder hielten Außenminister Kevin Rudd am Flughafen fest und wollten den verdächtigen Brotaufstrich beschlagnahmen. Der Politiker ließ sich das nicht bieten.

Australiens Außenminister Rudd, US-Amtskollegin Clinton: "Scheußlicher" Brotaufstrich
AP

Australiens Außenminister Rudd, US-Amtskollegin Clinton: "Scheußlicher" Brotaufstrich


New York - Auf seinen liebsten Brotaufstrich wollte Kevin Rudd auch bei seinem USA-Besuch nicht verzichten. Am vergangenen Montag wurde der australische Außenminister bei seiner Einreise von Grenzbeamten aufgehalten, weil er ein Glas Vegemite für sein Frühstück dabeihatte. Die Fahnder am Flughafen in New York wollten das verdächtige Gefäß mit der dunkelbraunen Paste beschlagnahmen, wie der Minister in einer Mitteilung über den Kurznachrichtendienst Twitter berichtete.

Der Chefdiplomat Australiens ließ sich seine kulinarischen Vorlieben allerdings nicht so leicht nehmen - und intervenierte an hoher Stelle: Er schaltete das Außenministerium ein, um den Brotaufstrich durch die Sicherheitskontrollen zu schleusen, teilte Rudd weiter mit.

Das aus Hefeextrakt hergestellte Vegemite wird in Australien gerne mit Toast, Brot oder Keksen gegessen - ebenso wie sein Pendant Marmite in Großbritannien. Es war bereits das zweite Mal, dass ein australisches Regierungsmitglied in den USA eine Lanze für Vegemite gebrochen hat. Ministerpräsidentin Julia Gillard hatte den Brotaufstrich im März verteidigt, nachdem US-Präsident Barack Obama ihn als "scheußlich" bezeichnet hatte.

fdi/AFP

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