Festnahme Peggy wurde vermutlich umgebracht

Der Fall der seit Mai vergangenen Jahres vermissten Peggy Knobloch aus Lichtenberg (Oberfranken) ist geklärt. Die Polizei in Hof teilte die Festnahme eines Mannes mit. Das Mädchen wurde aller Wahrscheinlichkeit nach Opfer eines Gewaltverbrechens.



Hof/Saale - Die Leiche von Peggy wurde aber bislang noch nicht gefunden. Nähere Einzelheiten will die Polizei erst am Dienstag bekanntgeben.

Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks soll das Mädchen von einem Nachbarn missbraucht und ermordet worden sein. Der in einer psychiatrischen Klinik untergebrachte Mann habe die Tat gestanden.

Der geistig behinderte Nachbar der Familie habe das Mädchen bereits am 3. Mai 2001 sexuell misshandelt. Aus Angst, entdeckt zu werden, habe er das Kind vier Tage später an einen unbekannten Ort verschleppt und erwürgt. Der mutmaßliche Täter bezichtige seinen Vater, die Leiche des Mädchens versteckt zu haben. Das Mädchen sei noch nicht gefunden worden, hieß es.

Peggy war am 7. Mai vergangenen Jahres auf dem Schulweg verschwunden. Ihre Mutter hatte den 24-jährigen Nachbarn bereits damals verdächtigt. Laut Kripo hatte er nach seiner Festnahme im August 2001 vier Sexualdelikte gestanden, darunter auch an Peggy. Er habe aber widersprüchliche Aussagen gemacht und für den Tag von Peggys Verschwinden ein lückenloses Alibi gehabt. Der Mann sitzt seit September 2001 in einer psychiatrischen Anstalt. Warum die Ermittler ihm jetzt glauben, blieb offen.

Kinder hatten der Polizei nach Peggys Verschwinden gesagt, dass Peggy in einen roten Mercedes eingestiegen und wenig später wieder ausgestiegen war. Alle Suchaktionen bis nach Tschechien und in die Türkei verliefen aber ergebnislos. Die Sonderkommission der Kriminalpolizei ging mehr als 5000 Hinweisen aus der Bevölkerung nach.

Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.