Nahe Yosemite Extremes Feuer in Kalifornien ist kaum einzudämmen

Im Westen der USA haben sich Waldbrände rasant auf 4800 Hektar ausgebreitet, mehr als 6000 Menschen wurden laut Feuerwehr evakuiert. Auch andere Regionen leiden unter Trockenheit und Hitze.
Feuerwehrmann in Kalifornien: Rund 2000 Gebäude waren von den Flammen bedroht

Feuerwehrmann in Kalifornien: Rund 2000 Gebäude waren von den Flammen bedroht

Foto: Peter da SIlva / EPA-EFE

Die Waldbrände nahe dem US-Nationalpark Yosemite im US-Bundesstaat Kalifornien greifen weiter um sich. Momentan ist eine Fläche von 4800 Hektar betroffen, mehr als 6000 Menschen mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen, berichteten US-Medien. Rund 2000 Gebäude waren demnach von den Flammen bedroht.

Der Brand war am Freitagnachmittag im Bezirk Mariposa ausgebrochen und hatte sich geradezu explosiv ausgebreitet, erklärten die örtlichen Behörden am Samstag. Der Südwesten der USA leidet bereits seit Wochen unter mehreren Waldbränden, die nach Angaben der Behörden durch die anhaltende Trockenheit begünstigt werden.

Brennendes Auto in Mariposa County: 6000 Menschen mussten Wohnungen verlassen.

Brennendes Auto in Mariposa County: 6000 Menschen mussten Wohnungen verlassen.

Foto: Ethan Swope / dpa

Das »Oak Fire« in Kalifornien wütet vor allem östlich von San Francisco und hat bereits zehn Häuser zerstört und fünf weitere beschädigt. Tausende weitere könnten den Flammen zum Opfer fallen. Die Brandaktivität sei weiterhin »extrem«, hieß es.

Nach Angaben des kalifornischen Ministeriums für Forstwirtschaft und Feuerschutz war der Brand am Samstag nicht eingedämmt. Mehr als 500 Feuerwehrleute waren unter anderem mit Löschhubschraubern im Einsatz. Die »Los Angeles Times« berichtete unter Verweis auf Behördenvertreter, es könne noch eine Woche dauern, bis der Brand eingedämmt sei.

Gefährliche Feuerwolke

Der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, rief am Samstag den »Notstand« im Mariposa County aus. Augenzeugen veröffentlichten in Onlinenetzwerken Fotos eines riesigen Wirbels aus dichtem Rauch, der wie ein Tornado über dem Wald aufstieg. Dieses gefährliche Phänomen, ein Pyrocumulus oder eine Feuerwolke, kann den Brand weiter anheizen.

Der unter einer anhaltenden Dürre leidende Westen der USA hat in den vergangenen Jahren Waldbrände von außergewöhnlichem Ausmaß und hoher Intensität erlebt. Gleichzeitig zieht sich die Brandsaison immer länger hin. Für dieses Jahr befürchten die Feuerwehren besonders heftige Waldbrände.

Auch andere Teile des Landes erleben am Wochenende eine extreme Hitzewelle, die am Sonntag ihren Höhepunkt erreichen könnte. Der Nationale Wetterdienst warnte vor »extrem drückenden« Temperaturen unter anderem im Osten. In der Hauptstadt Washington waren für Sonntag Temperaturen von über 38 Grad vorhergesagt.

Löschflugzeuge bekämpfen den mittlerweile 48 Quadratkilometer großen Brand

Löschflugzeuge bekämpfen den mittlerweile 48 Quadratkilometer großen Brand

Foto: Peter da SIlva / EPA-EFE

In New York stieg das Thermometer am Samstag bereits auf rund 35 Grad. Die Bürgermeisterin von Boston, Michelle Wu, rief wegen der hohen Temperaturen den »hitzebedingten Notstand« aus, der unter anderem längere Öffnungszeiten von Schwimmbädern ermöglicht.

Im Juli hatten auch die Menschen in Westeuropa unter hohen Temperaturen gestöhnt, im März und April hatte sich in Indien extreme Hitze breitgemacht. Die weltweite Häufung der Hitzewellen ist Wissenschaftlern zufolge Ergebnis der Klimakrise.

cpa/dpa
Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.