China 24 Tote bei Feuer in Kohlemine

Bei einem Feuer in einem Kohlebergwerk in Nordostchina sind mindestens 24 Bergarbeiter ums Leben gekommen. Dutzende weitere wurden verletzt. Unglücksursache war angeblich ein Erdbeben.


Peking - Am frühen Mittwochmorgen ist es in einem Kohlebergwerk in der chinesischen Provinz Liaoning zu einem folgenschweren Unglück gekommen: 24 Männer starben und mindestens 52 wurden verletzt, als in der Mine ein Feuer ausbrach. Ersten Ermittlungen zufolge soll sich nach einem schwachen Erdbeben der Stärke 1,6 in einem Schacht Kohlenstaub entzündet haben, berichtete die "South China Morning Post".

Die Betreiberfirma kündigte der Nachrichtenagentur Xinhua zufolge Sicherheitsuntersuchungen in allen Minen an. Insgesamt beschäftigt das Staatsunternehmen Liaoning Fuxin Coal Corporation mehr als 4600 Menschen. Erst im vergangenen Jahr waren acht Arbeiter des Unternehmens bei einem Gasunglück getötet worden.

Trotz verbesserter Sicherheitsstandards gilt die chinesische Bergbauindustrie noch immer als eine der gefährlichsten der Welt. Korruption, Profitgier und unmenschliche Arbeitsbedingungen führen immer wieder zu tödlichen Unfällen. Im vergangenen Jahr kamen laut Regierungsangaben bei 589 registrierten Zwischenfällen in Minen 1049 Menschen ums Leben.

ala/dpa



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