Feuer in USA Jetzt auch Soldaten im Einsatz

1000 Marine- und Heeressoldaten sollen die Feuerwehrleute im Westen der USA bei der Bekämpfung der Waldbrände unterstützen. Dort ist bereits eine Fläche von der Größe des Saarlandes verbrannt.


Die Waldbrände fressen sich unaufhörlich weiter durch den Westen der USA
AP

Die Waldbrände fressen sich unaufhörlich weiter durch den Westen der USA

San Francisco - Nach einer Trainingsphase sollen die Soldaten ab Mitte nächster Woche den über 22.000 erschöpften Feuerwehrleuten in den Bundesstaaten Oregon, Washington, Nevada und Kalifornien zur Seite stehen. Nach Angaben der Nationalen Feuerbekämpfungszentrale haben Hunderte von Bränden in den vergangenen Tagen mehr als 235.000 Hektar Wald und Busch vernichtet.

Zwar gelang es den Löschmannschaften neun Feuer bis zum Freitag unter Kontrolle zu bringen, doch bei anhaltender Hitze, starken Winden und Blitzschlag flackern ständig neue Brandherde auf. 33 große Feuer bedrohen Ortschaften, Farmland und Wälder. Nach tagelangem Einsatz sind die Löschmannschaften vielerorts am Ende ihrer Kräfte und die Ressourcen zur Eindämmung der Feuer werden knapp. Aus Kanada wurden am Freitag Hubschrauber zur Verstärkung angeliefert, die vor allem in den schwer zugänglichen brennenden Bergregionen von Washington benötigt werden.

Hunderte von Häusern nahe der Ortschaft Leavenworth, einem beliebten Ausflugsziel für Touristen, sind akut von den Flammen bedroht. Bei einer Verschlimmerung der Lage am Wochenende muss möglicherweise der ganze Ort geräumt werden, so die Warnung der Behörden.

In Nevada ist es unterdessen gelungen, die kleine Goldgräberstadt Midas durch eine breite Feuerschneise und Brandbekämpfung aus der Luft vor den Flammen zu retten. "Am wichtigsten ist es, noch mehr Feuerwehrleute zu mobilisieren", sagte ein Sprecher der Feuerzentrale in Portland. Viele Männer und Frauen wurden bereits aus weit entfernten Staaten wie Alaska und North Carolina in den Westen der USA geflogen.

Bei anhaltender Sommerhitze bleibt auch an diesem Wochenende die Lage kritisch. In der nächsten Woche sollen sich die Temperaturen jedoch abkühlen und damit die Eindämmung der Flammen erleichtern.



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