Feuerwehreinsatz CDU-Mann muss 5000 Euro für Dackelbefreiung zahlen

Karl-Georg Wellmann, seines Zeichens Bundestagsabgeordneter der CDU, ist sein Dackel lieb und vor allem teuer. Das Tier war in seinem Leichtsinn in einem Fuchsbau verschwunden. Die Feuerwehr kam, rettete - und kassiert jetzt.


Berlin - Wellmann wird in Kürze eine hohe Rechnung zugehen. Nach einem Bericht des "Tagesspiegel" soll der Politiker exakt 5286,70 Euro berappen. Wellmanns Dackel war Ende April in einen Fuchsbau gekrochen und nicht mehr frei gekommen. Die Feuerwehr eilte zu Hilfe.

Die Rechnung für Wellmann ergibt sich dem Bericht zufolge aus der Gebührenordnung: 3873 Euro für die Technik, für Personal 1402,20 Euro und 11,50 Euro Gebühren. Um den Dackel aus dem Fuchsbau zu holen, hatte man sogar einen Radlader eingesetzt, der 20 Kubikmeter Erde beiseite schaufelte.

Berlin verlangt seit einiger Zeit für selbst verschuldete Feuerwehreinsätze Gebühren. Pro Jahr wollen die Behörden etwa fünf Millionen Euro für die Landeskasse einnehmen.

dab/dpa



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