Flammeninferno im Tauerntunnel Lkw-Fahrer vor Gericht

In Salzburg hat der Prozess gegen einen österreichischen Lkw-Fahrer begonnen. Er soll die Brandkatastrophe im Tauerntunnel verursacht haben. Dabei waren am 29. Mai 1999 zwölf Menschen ums Leben gekommen.


Der Tauerntunnel am 2. Juni 1999
AP

Der Tauerntunnel am 2. Juni 1999

Salzburg - Der angeklagte Lastwagenfahrer hat zum Prozessauftakt jede Verantwortung von sich gewiesen. Er könne sich an das Unglück nicht erinnern, sagte der 28-jährige Österreicher. Ihm wird vorgeworfen, in den Morgenstunden des 29. Mai 1999 am Lenkrad eingeschlafen und in eine vor einer Baustelle im Tunnel wartende Fahrzeugkolonne gerast zu sein. Dabei ging ein mit Lackdosen beladener Lkw in Flammen auf. Bei dem Großfeuer wurden auch rund 50 Menschen verletzt.

Im Falle eines Schuldspruches drohen dem Angeklagten bis zu fünf Jahre Haft. Zudem stünde ihm in der Folge eine Flut von Zivilklagen ins Haus.



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