Engagierter Finder Flaschenpost nach 50 Jahren wieder aufgetaucht

In den Sechzigerjahren warf Paul Tsiatsios eine Colaflasche ins Meer, versehen mit einer Nachricht. Er selbst lebt nicht mehr, doch plötzlich steht der Finder bei seiner Tochter vor der Tür.
Flaschenpost (Symbolbild)

Flaschenpost (Symbolbild)

Foto: Oliver Berg/ dpa

Die Flaschenpost eines Motelbesitzers an der Atlantikküste der USA hat es nach fünf Jahrzehnten zurück zu dessen Familie geschafft. "Wir können es noch immer nicht fassen", sagte Paula Pierce der Nachrichtenagentur dpa.

Die mit Bleistift geschriebene und teils unleserliche Nachricht steht inzwischen gerahmt auf ihrem Kaminsims. Sie hat einen langen Weg hinter sich: Vom Neuenglandstaat New Hampshire auf eine der Turks- und Caicos-Inseln in der Karibik, weiter nach Salt Lake City (Utah) und jetzt zurück in den Küstenort Hampton.

Pierces Vater, der Motelbesitzer Paul Tsiatsios, hatte sich in den Sechzigerjahren den Spaß erlaubt, eine leere Colaflasche mit der Notiz in das Meer vor seiner Haustür in Hampton zu werfen. Darin forderte er den Finder auf, die Flasche zurückzubringen, dann werde er von seiner Frau Tina einen Lohn von 150 Dollar kassieren.

Das Ehepaar ist lange verstorben und das von Pierce weitergeführte Motel Beachcomber inzwischen verkauft. Dennoch gelang es dem Collegeprofessor Clint Buffington in Utah, die Familie ausfindig zu machen.

Er war an einem Karibikstrand gut 150 Kilometer südöstlich der Bahamas über die alte Colaflasche gestolpert, hatte sie in seinem Reisegepäck mit nach Salt Lake City genommen und sich dann auf die Suche nach dem Beachcomber-Motel gemacht.

Statt die vergilbte Nachricht mit der Post zu schicken, ließ es sich Buffington nicht nehmen, sie der Tochter des Senders jetzt persönlich zu übergeben. Und Pierce bestand darauf, wie sie der dpa sagte, ihm den vor 50 Jahren versprochenen Finderlohn zu zahlen.

wal/dpa
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