Flensburg Gedenktafel für Uhse
An dem Ort, an dem für die Erotik-Unternehmerin Beate Uhse alles begann, wurde jetzt eine Tafel angebracht. Pikanterweise ist dies eine Pfarrei.
Flensburg - Seit Mittwochabend hängt an dem Pastorat der Flensburger evangelischen Kirchengemeinde St. Martin eine Gedenktafel. Sie ist Beate Uhse gewidmet, die dreizehn Jahre dort wohnte. Die Stadt sei vor zwei Jahren mit der Idee auf sie zugekommen, so Uhse. Und erstaunlicherweise hatte der Kirchenvorstand der Gemeinde zugestimmt.
"Es ist eine riesige Ehre", meint Uhse, "ich weiß gar nicht, wie ich dazu komme." Die Chefin des größten Erotikunternehmens Deutschlands hatte von 1948 bis 1961 mit ihren vier Kindern in einer kleinen Wohnung im Pastorat Unterschlupf gefunden.
Andere Auszeichnungen wie ein Eintrag ins goldene Buch der Stadt gelte der Firma, die Tafel sei ihr persönlich gewidmet, erzählt die Firmengründerin. Sie hatte jedoch nicht gedacht, dass die Kirche die Tafel gestatten würde. "Ich bin sehr beeindruckt, dass die Kirche so liberal ist. Ich finde das enorm", erzählte sie bei der Enthüllung.
Auch Flensburg verspricht sich etwas von der Plakette. So will Stadtpräsident Peter Rautenberg durch sie eine "Steigerung ihrer touristischen Attraktivität".
Die ersten Produkte ihres Unternehmens entstanden in der Pfarrei verrät Uhse. Auf der Wickelkommode habe sie die ersten Pakete gepackt.
SPIEGEL+-Zugang wird gerade auf einem anderen Gerät genutzt
SPIEGEL+ kann nur auf einem Gerät zur selben Zeit genutzt werden.
Klicken Sie auf den Button, spielen wir den Hinweis auf dem anderen Gerät aus und Sie können SPIEGEL+ weiter nutzen.