Habseligkeiten von Flüchtlingen Was packst du ein, wenn du fliehst?

Rosenkranz, Handy-Ladegerät, Zahnbürste: Viele Flüchtlinge haben kaum noch etwas bei sich, wenn sie Europa erreichen. Für das International Rescue Committee haben sie auf Lesbos die Taschen geöffnet.
Gepäck von Omran, sechs Jahre alt, aus Syrien: Medikamente, Zahnbürste und Süßigkeiten

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Foto: Tyler Jump/ International Rescue

Sie haben ihre Heimat verlassen, Grenzen überquert, haben sich die Füße wundgelaufen und ihr Leben riskiert, um neu anzufangen: 15.000 bis 18.000 Flüchtlinge halten sich derzeit auf der griechischen Insel Lesbos auf, die meisten haben alles hinter sich gelassen für die Hoffnung auf Europa.

Nach Angaben des griechischen Einwanderungsministers Yannis Mouzalas ist die Insel nur für etwa 5000 Flüchtlinge ausgerüstet. Deshalb soll ein Großteil in den kommenden Tagen aufs Festland gebracht werden, Schiffe sollen zudem als provisorische Unterkunft dienen.

Die meisten der Flüchtlinge sind vermutlich Syrer, die vor dem Bürgerkrieg in die Türkei geflohen sind und es von dort auf die nahe gelegene griechische Insel schafften. Viel ist ihnen nicht geblieben, oft nur kleine Taschen, die sie auf der strapaziösen Reise gerettet haben.

Das International Rescue Committee , eine Hilfsorganisation für Flüchtlinge und Kriegsopfer, hat einige Flüchtlinge auf Lesbos gebeten, ihre Taschen für sie zu öffnen. Eine Mutter, ein Kind, ein Teenager, ein Apotheker, ein Künstler und eine Großfamilie zeigten ihre letzten Habseligkeiten und erzählten der Hilfsorganisation  die Geschichten ihrer Flucht.

fia/rtr
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