Flüchtlingsdrama Einwanderer versuchen spanische Exklave zu stürmen

Rund 250 afrikanische Einwanderer haben gewaltsam versucht, sich Zugang zur spanischen Exklave Melilla an der Mittelmeerküste Marokkos zu verschaffen. Die Militärpolizei trieb die Eindringlinge zurück.


Madrid - Wie die spanischen Behörden heute in Madrid mitteilten, drangen die Einwanderer am Vortag in drei Gruppen zu jeweils 80 Menschen vor. Mit selbstgebauten Holzleitern hätten sie versucht, den doppelten Absperrzaun um die Exklave zu überwinden.

Nach Angaben der Behörden trieben Angehörige der Militärpolizei Guardia Civil die Eindringlinge zurück, die heftigen Widerstand leisteten. Die Auseinandersetzungen hätten etwa eine Dreiviertelstunde gedauert. Nach Schätzungen der Guardia Civil gelang es etwa einem Dutzend Einwanderer, auf spanisches Territorium vorzudringen.

Zwei Einwanderer seien leicht verletzt worden, als sie von Leitern herunterfielen. Vor einem Jahr hatten bereits rund 500 Flüchtlinge aus Afrika versucht, in Melilla Fuß zu fassen.



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