Flughafen Köln/Bonn Sicherheitskräfte proben Antiterroreinsatz

Auf dem Flughafen Köln/Bonn haben etwa 1000 Sicherheitskräfte für den Ernstfall eines Terroranschlags trainiert. Es war die bisher größte Übung dieser Art.

Polizisten während einer Antiterrorübung am Flughafen Köln/Bonn
DPA

Polizisten während einer Antiterrorübung am Flughafen Köln/Bonn


Auf dem Terminal 1 des Flughafens Köln/Bonn waren in der Nacht zum Mittwoch Schüsse und Detonationen zu hören. Grund war die Simulation eines islamistisch motivierten Terroranschlags, bei dem schwer bewaffnete Männer mit Sturmgewehren auf Reisende schießen und Sprengsätze zünden - mit dem Ziel, möglichst viele Menschen zu töten.

An der Übung beteiligten sich etwa 1000 Beamte der Bundespolizei und der Polizei Köln. Das Szenario wurde aus den Erfahrungen der terroristischen Anschläge in Frankreich und Belgien entwickelt und sollte so realistisch wie möglich gestaltet sein.

Zu diesem Zweck wurden etwa 300 Komparsen engagiert, die Verletzte, Tote und panisch schreiende Reisende mimten. Menschen rannten um ihr Leben, "Opfer" lagen blutend auf dem Boden.

Flughafen Köln/Bonn: "Tote" und "Verletzte" am Boden
DPA

Flughafen Köln/Bonn: "Tote" und "Verletzte" am Boden

An der Operation beteiligt waren Landes- und Bundespolizei sowie der Zoll. Es waren Streifenbeamte vor Ort, die täglich im Flughafen unterwegs sind, und im Ernstfall als Erste am Einsatzort wären. Aber auch Spezialeinheiten - unter anderem die GSG 9 - trainierten mit. Keiner der Beteiligten habe genau gewusst, was ihn erwartet, hieß es. "Auch für erfahrene Beamte ist das eine Ausnahmesituation", sagte der Präsident der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin, Wolfgang Wurm.

Bei der Übung sollte auch das Zusammenspiel der verschiedenen Behörden erprobt werden. Die Erfahrungen sollen in den kommenden Tagen ausgewertet werden.

Der Terminal 1 wurde für die Übung großflächig abgesperrt. Der Flugbetrieb wurde nicht beeinträchtigt.

ala/dpa



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