Flughafen Manila Tower-Besetzung beendet, Anführer getötet

Der ehemalige Chef der philippinischen Luftfahrtbehörde hat mit Getreuen den Tower des Flughafens Ninoy Aquino International in Manila in seine Gewalt gebracht. Sicherheitskräfte stürmten kurz darauf das Gebäude, töteten den Anführer der Besetzer und einen weiteren Mann.

Manila - "Es ist vorbei", gab wenig später Flughafenchef Edgardo Manda bekannt. Der Anführer Panifilo Villaruel und einer seiner Mitstreiter seien erschossen worden. "Wir können wieder internationale Flüge abfertigen."

Die Beamten stürmten den Tower und eröffneten das Feuer auf die Besetzer, nachdem diese den Kontrollturm am Samstagmorgen gegen 1 Uhr (Ortszeit) in ihre Gewalt gebracht hatten.

Villaruel war ein früher Oberst und Pilot. Er hatte den Tower der Hauptstadt kurz vor Mitternacht Ortszeit zusammen mit zwölf Männern geentert, wie er im philippinischen Rundfunk sagte, und allen Zivilisten befohlen, das Gebäude zu verlassen.

Die Tower-Besetzer seien bewaffnet und hätten rund um das Flughafengelände Bomben platziert, hatten philippinische Medien gemeldet. Man habe keinen terroristischen Hintergrund, hatte Villaruel behauptet. Es sei aber an der Zeit, dass die Philippiner die Initiative übernähmen und sich gegen die ausufernde Korruption wehren. Kurz darauf hörte man ihn im Rundfunk rufen: "Wir werden getötet, wir geben auf." Anschließend war nur noch sein Atmen zu hören.

Ende Juli hatten sich rund 300 Soldaten bei einer Meuterei in einem Geschäftszentrum der philippinischen Hauptstadt verbarrikadiert und den Rücktritt von Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo gefordert. Nach Verhandlungen mit der Regierung gaben die Rebellen allerdings nach 19 Stunden auf und stellten sich den Behörden.

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